Erläuterungen zur Rückgabephase des Vorgriffsstundenmodells

Ab dem Schuljahr 2008/09 beginnt die Rückgabephase des Vorgriffsstundenmodells. Allen Lehrkräften, die am Vorgriffsstundenmodell teilgenommen haben, werden ab dem Schuljahr 2008/09 die in der Ansparphase erbrachten Stunden automatisch zurückgegeben werden. Es ist somit nicht erforderlich, die Rückgabe der Vorgriffsstunden zu beantragen. Nur wenn Lehrkräfte von den vielfältigen Rückgabemöglichkeiten Gebrauch machen möchten, ist die Abgabe einer Erklärung erforderlich.

I. Erläuterung des Vorgriffsstundenmodells

Insgesamt sind ca. 30.000 Lehrkräfte des Grund-, Haupt, Real- und Sonderschulbereichs in das Vorgriffsstundenmodell einbezogen. Das Modell ist in Teil A Abschnitte IV und V der Verwaltungsvorschrift "Arbeitszeit der Lehrer an öffentlichen Schulen" (K.u.U. 1998 S. 26) geregelt und sieht drei Phasen vor, die zu durchlaufen sind:

Phase 1 - Ansparphase:

In den Schuljahren 1998/99 bis einschließlich 2002/03 wurde das jeweilige Regelstundemaß um eine Wochenstunde erhöht.

Phase 2 - Karenzphase:

In den Schuljahren 2003/04 bis 2007/08 wurde das Regelstundenmaß wieder auf den Stand des Schuljahres 1997/98 gesetzt.

Phase 3 - Rückgabephase:

Die Rückgabe der in der Ansparphase geleisteten Vorgriffsstunden, beginnend mit dem Schuljahr 2008/09, erfolgt durch Verringerung des jeweiligen Regelstundenmaßes für einen der Ansparphase entsprechenden Zeitraum um eine Wochenstunde. Ausgangsbasis ist das Regelstundenmaß des Schuljahres 1997/98, wobei die Zahl der "Rückgabejahre" der Anzahl der "Ansparjahre" entspricht.

Beispiel für das Durchlaufen der drei Phasen des Vorgriffsstundenmodell (Lehrkraft an einer Grundschule):
Regelstundenmaß Schuljahr 1997/98:  28 Wochenstunden
Regelstundenmaß Ansparphase Schuljahre 1998/99 bis 2002/03:  29 Wochenstunden
Regelstundenmaß Karenzphase Schuljahre 2003/04 bis 2007/08:  28 Wochenstunden
Regelstundenmaß Rückgabephase Schuljahre 2008/09 bis 2012/13:  27 Wochenstunden

II. Rückgabe der Vorgriffsstunde

Lehrkräfte, die in das Vorgriffsstundenmodell einbezogen waren, erhalten beginnend mit dem Schuljahr 2008/09 die in der Ansparphase erbrachten Stunden automatisch zurück. Für diese "Regelrückgabe" ist es nicht erforderlich, einen Antrag zu stellen oder eine sonstige Erklärung abzugeben.
Alle Lehrkräfte erhalten spätestens im Oktober 2007 ein individuelles Schreiben des Regierungspräsidiums, in dem darüber informiert wird, wie hoch das "Guthaben" ist, das ab dem Schuljahr 2008/09 zurückgegeben wird.

III. Wahlmöglichkeiten bei der Rückgabe der Vorgriffsstunde

Das Kultusministerium hat mit der im Juli 2007 erfolgten Änderung der Verwaltungsvorschrift "Arbeitszeit der Lehrer an öffentlichen Schulen" (K.u.U. 2007 S. 115) für die Lehrkräfte die Möglichkeit geschaffen, die zurückzugebenden Stunden aus der Vorgriffsphase auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Detaillierte Informationen erhalten Sie in dem in der rechten Spalte zum Download angeboten Merkblatt. Der stellenwirksame Antrag kann online gestellt werden unter:  www.lehrer-online-bw.de/STEWI-Versetzung 


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