Weiterbildungsförderung

"Die Erwachsenenbildung ist vom Staat, den Gemeinden und den Landkreisen zu fördern", so steht es in der Landesverfassung im Art. 22.

Die Erwähnung der Erwachsenenbildung als eigenständiger Artikel war unter anderem schon in den Vorgängerverfassungen der 1951 zum Land Baden-Württemberg zusammengeschlossenen Länder enthalten, und zwar in der Weimarer Reichsverfassung Art. 148, Abs. 4 sowie in Art. 42 der württembergisch-badischen Verfassung, Art. 31 badische Verfassung und Art. 118 Abs. 1 der württembergisch-hohenzollerischen Verfassung.

Die wichtigsten Aussagen dieses Artikels sind, dass der Staat beziehungsweise die Kommunen nur fördernd die Erwachsenenbildung unterstützen sollen. Jegliche Regulierung wie Lehrpläne oder Auswahl von Lehrkräften - als Gegenbeispiel seien hier die Schulen genannt - sind nicht erwähnt, also auch nicht statthaft. Die staatlichen Stellen sollen in erster Linie Rahmenbedingungen schaffen für die Erwachsenenbildung.

"Die Rechtspflicht zur Förderung obliegt dem Land, den Gemeinden und Landkreisen.
Land, Gemeinden und Landkreise haben einen weiten Entscheidungsspielraum, in welcher Form sie die Erwachsenenbildung fördern, insbesondere ob sie eigene Initiativen ergreifen, oder fremde Träger unterstützen."
(Klaus Braun: Kommentar zur Verfassung des Landes Baden-Württemberg, Stuttgart 1984, S. 138)

Durch diese Offenheit des Artikels ist auch die Pluralität der Erwachsenenbildung/Weiterbildung gewährleistet.

Der Gesetzgeber hat für die Erwachsenenbildung am 16. Dezember 1975 ein PDF-Datei: WeiterbildungsförderungsgesetzGesetz zur Förderung der Weiterbildung und des Bibliothekswesens (PDF, 56 KB) erlassen.

Am 19. Dezember 1978 wurde in Baden-Württemberg die zum Weiterbildungsgesetz gehörende Verordnung der Landesregierung zur PDF-Datei: Durchführungsverordnung zum WeiterbildungsgesetzDurchführung des Gesetzes zur Förderung der Weiterbildung und des Bibliothekswesens (PDF, 56 KB) erlassen.

Das Kultusministerium fördert die Arbeit der Einrichtungen der Weiterbildung finanziell nach dem Weiterbildungsgesetz und gemäß dem jeweiligen Staatshaushaltsplan.

Außerdem unterstützt das Land die Einrichtungen der Weiterbildung seit 1987 durch das so genannte "Lehrerprogramm": Im Jahr 2011 konnten im Dienst des Landes stehende und von diesem bezahlte Lehrer im Umfang von 85 Deputaten an Einrichtungen der Weiterbildung für eine Tätigkeit im planerisch-organisatorischen Bereich beurlaubt bzw. zugewiesen werden.


Weitere Informationen hierzu finden Sie im

Informationsblatt zum "Lehrerprogramm" (PDF, 40 KB)

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