Kooperation Schule – Sportverein

Das baden-württembergische Kooperationsprogramm Schule – Sportverein wird bereits seit Jahren erfolgreich durch die Vereine und Schulen in Partnerschaft umgesetzt. Es wurde bereits im Schuljahr 1987/1988 flächendeckend eingeführt und ist seitdem Vorbild für weitere Kooperationsaktivitäten in Baden-Württemberg. Das Programm fördert gemeinsam von Schule und Sportverein durchgeführte und langfristig angelegte Spiel-, Übungs- und Trainingsgruppen in den verschiedensten Sportarten und auf unterschiedlichstem Leistungsniveau. Die mit dieser Kooperationsmaßnahme gemachten positiven Erfahrungen sind eine gute Grundlage für weitere gemeinsame Veranstaltungen. Ebenso stellen diese Maßnahmen ein wichtiges Element an der Basis zur Leistungssportförderung dar.

Das flächendeckende Programm wurde verstärkt, profilorientiert ausgerichtet und wird auch finanziell gefördert. Die Förderhöhe pro Maßnahme beträgt 360 Euro, bei Kooperationen mit Förderschulen 460 Euro. Aus den für die Kooperation Schule – Sportverein zur Verfügung stehenden Mitteln werden folgende Bereiche gefördert:

  • Zusätzliche Ausbildung von Schülermentoren;
  • leistungssportorientierte Kooperationsmaßnahmen;
  • breitensportorientierte Kooperationsmaßnahmen;
  • Kooperationsmaßnahmen Schule – Verein – Kindergarten;
  • Kooperationsmaßnahmen Berufliche Schule – Verein – Betrieb;
  • innovative und integrative Projekte.

Mit diesem Angebot konnten unter besonderer Berücksichtigung der verschiedenen Schularten eindeutige Schwerpunkte gesetzt werden: Die Ausbildung der Schülermentorinnen und -mentoren konzentriert sich vornehmlich auf den gymnasialen Bereich und die breitensportorientierten Maßnahmen auf die beruflichen Schulen, Sonder-, Förder-, Grund- , Werkreal- und Hauptschulen, Gemeinschaftsschulen sowie Realschulen. Die innovativen und integrativen Maßnahmen stehen allen Schulen offen.

Darüber hinaus zeigt die Profilierung deutliche Akzente für gesundheitsorientiertes Sporttreiben von Kindern und Jugendlichen (breitensportorientierte Maßnahmen), integrative Zielsetzungen für Menschen mit Migrationshintergrund, Sport- und Umweltthemen, Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen mit Jugendhäusern (integrative, innovative Maßnahmen), leistungssportliche Anreize (leistungssportorientierte Maßnahmen) sowie Übernahme von Verantwortung im ehrenamtlichen Bereich (Schülermentoren).

Mit den Versicherungsträgern wurde abgestimmt, dass alle beantragten und genehmigten Maßnahmen Versicherungsschutz genießen – auch diejenigen, die keinen finanziellen Zuschuss erhalten können.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 werden Ganztagsschulen und Grundschulen mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt bei der Förderung besonders berücksichtigt.

Im vergangenen Schuljahr 2014/2015 konnten insgesamt 4.790 Maßnahmen bezuschusst werden. Im Rahmen des Sonderprojektes Kooperation Kindergarten - Sportverein wurden erstmals 460 Kooperationen bezuschusst.

Folgende zwei Tabellen zeigen die Anteile der Schularten sowie der Sportarten am Kooperationsprogramm:

Tabelle 1:

Schularten

 

Grundschule

2.625

GHS / WRS / GHWRS

531

Gymnasium

529

Gemeinschaftsschulen

330

Realschule

303

Förderschulen (Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren)

145

Sonderschulen (Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren)

195

Berufliche Schulen

22

Kindergarten / GS

55

Tabelle 2:

Sportarten

 

Tennis

588

Turnen

499

Fußball

469

Grundlagentraining

415

Handball

380

Leichtathletik

290

Tischtennis

259

Schach

218

Volleyball

159

Basketball

199

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