Europa in der Schule

Europa hat in unseren Schulen längst Einzug in Bildungspläne und Unterricht gehalten. Darüber hinaus haben die Jugendlichen auch die Möglichkeit, ganz persönliche Erfahrungen durch Schulpartnerschaften und Austauschmaßnahmen zu sammeln. Die vergangenen Jahre haben dabei immer wieder gezeigt, dass Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen mit Begeisterung und Phantasie EU-Projekte gestalten, sich am Europäischen Wettbewerb beteiligen und mit großer Wissbegierde in den Dialog mit anderen Europäern treten.

GO EUROPE - Ein Praxishandbuch für Schulen in Baden-Württemberg (PDF)

Das erste Kapitel des Handbuchs „GO EUROPE“ vermittelt einen Überblick über praxisbezogene EU-Programme für Schülerinnen und Schüler sowie für Lehrerinnen und Lehrer. Es handelt sich hierbei um Programme, bei denen sowohl der zeitliche Umfang als auch die Thematik verschieden sind, so dass individuell an den Schulen vor Ort entschieden werden kann, welches Programm sich am besten in den Unterrichtsalltag einbauen lässt. Das zweite Kapitel des Praxishandbuchs bietet eine Übersicht über Unterrichtsmaterialien zur anschaulichen Vermittlung des Themas „Europa“ im Unterricht. Die meisten Materialien stehen direkt online zum Downloaden bereit. Das dritte Kapitel listet Institutionen auf, die in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen und Fortbildungen rund um das Thema „Europa“ anbieten.



ERASMUS + 
Programm der Europäischen Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport

Mit Verordnung vom 11. Dezember 2013 haben das Europäische Parlament und der Rat das neue Programm Erasmus+ beschlossen. Es ist am 1. Januar 2014 in Kraft getreten und hat eine Laufzeit von sieben Jahren (2014 – 2020).

ERASMUS+ ist mit einem Budget von 14,7 Mrd. Euro ausgestattet. Es soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Jugendarbeit voranbringen. Im Bereich der schulischen und beruflichen Bildung werden Mobilitäten und Austauschmaßnahmen von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Bildungsfachleuten sowie strategische Partnerschaften von Bildungseinrichtungen gefördert.

Struktur und Förderbedingungen sind im neuen Programm grundlegend neu geregelt. So gibt es in ERASMUS+ statt verschiedener Unterprogramme nur noch drei Leitaktionen für alle Programmbereiche:

•    Leitaktion 1: Lernmobilität von Einzelpersonen;
•    Leitaktion 2: Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren;
•    Leitaktion 3: Unterstützung von Politikreformen.

Im Bereich der Schulbildung (vormals COMENIUS) und der beruflichen Bildung (vormals LEONARDO DA VINCI) können Einrichtungen folgende Förderungen beantragen:

Leitaktion 1:
Lernmobilität von Einzelpersonen
•    Fortbildungen für Schulpersonal/Erzieherinnen und Erzieher im Ausland: z. B. Hospitationen, Job-Shadowing, Aufenthalte zu Unterrichtszwecken;
•    Lernaufenthalt von u.a. Auszubildenden im Ausland (Auslandspraktika).

Leitaktion 2:
Strategische Partnerschaften
•    Strategische Schulpartnerschaften: Projekte zwischen Schulen, bi- oder multilateral, wahlweise 2 oder 3 Jahre; so genannte best-practice-Projekte (ab 2016)
•    Strategische Regiopartnerschaften: Projekte zwischen Schulverwaltungsbehörden, bi- oder multilateral, wahlweise 2 oder 3 Jahre;
•    Strategische Partnerschaften in der Schulbildung oder in der beruflichen Bildung: Projekte zwischen Einrichtungen im Bereich der Schulbildung und / oder der beruflichen Bildung, multilateral, wahlweise 2 oder 3 Jahre.

IT Plattformen
•    Plattform eTwinning: virtuelle Projekte zwischen Schulen, bi- oder multilateral, Thema und Dauer frei wählbar, keine direkte Förderung, kostenlose Nutzung von Angeboten der Plattform.

Informationen
Für die Umsetzung des Programms sind in Deutschland Nationale Agenturen / Koordinierungsstellen zuständig. Aktuelle Informationen zum neuen Programm ERASMUS+ finden sich auf dem jeweiligen Internetauftritt:
•    für den Bereich der Schulbildung (COMENIUS) - Nationale Agentur im Pädagogischen Austauschdienst (NA im PAD)
•    für den Bereich der beruflichen Bildung (LEONARDO DA VINCI) - Nationale Agentur im Bundesinstitut für berufliche Bildung (NA im BiBB)
•    für die Aktion eTwinning - Nationale Koordinierungsstelle im Pädagogischen Austauschdienst.

Weitere Informationen
Für den Bereich der Schulbildung (COMENIUS und eTwinning) werden in Baden-Württemberg regionale Informationsveranstaltungen angeboten. Die Veranstaltungen werden auf der Veranstaltungsdatenbank des PAD veröffentlicht.

COMENIUS-, eTwinning und LEONARDO-Moderatoren stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.



EU-Projekte

Neben dem EU-Bildungsprogramm gibt es eine Vielzahl von Projekten mit Europabezug. Durch Veranstaltungen wird den Schülerinnen und Schülern Einblick in europäische Themen gegeben und Verständnis für europäische Zusammenhänge vermittelt.

EU-Schulprojekttag am 2. Mai 2016

Der bundesweite EU-Schulprojekttag findet 2016 zum zehnten Mal statt. Als Termin für die Schulen in Baden-Württemberg wurde Montag, der 02. Mai festgelegt. Der EU-Schulprojekttag steht damit am Beginn der Europawoche vom 02. bis 9. Mai 2016. Der EU-Projekttag 2016 knüpft an die positive Resonanz der vergangenen Jahre an, in denen viele Mitglieder u.a. der Landesregierung, des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestags und des Landtags von Baden-Württemberg die Gelegenheit nutzten, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und so ganz wesentlich zum Erfolg dieses Tages beitrugen.

Das Kultusministerium ruft Schulen aller Schularten im Land wiederum auf, an diesem Tag mit besonderen Aktionen das Interesse der Schülerinnen und Schüler für Europa und für europäische Themen zu wecken bzw. zu stärken und ihr Verständnis für das Funktionieren der Europäischen Union zu vertiefen. Jungen Menschen soll vermittelt werden, dass nur ein geeintes Europa den globalen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Herausforderungen gewachsen ist.

Der EU-Projekttag am 2. Mai 2016 bietet eine hervorragende Gelegenheit, Chancen und Perspektiven des europäischen Einigungsprozesses ins Zentrum von Schule und Unterricht zu rücken. Probleme sollen dabei nicht ausgeblendet werden, sondern können z. B. mit Abgeordneten, mit Funktionsträgern aus Verwaltung und Wirtschaft und anderen Experten mit Europakompetenz, die gerne den Dialog mit Schülerinnen und Schülern suchen, diskutiert werden. Die schulische Gestaltung des Projekttags liegt in der Eigenverantwortung der Schulen. Die Teilnahme am Projekttag ist freiwillig.

Schulen, die am EU-Schulprojekttag gerne Vertreter des oben genannten Personenkreises einladen möchten, werden gebeten, möglichst bis 31. März 2016 über das Postfach europa@km.kv.bwl.de des Kultusministeriums entsprechende Eintragungen vorzunehmen mit einer kurzen Beschreibung, welche Aktionen oder unterrichtliche Vorhaben geplant sind. Das Europa Zentrum und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg machen den Schulen vielfältige Angebote, die von der Organisation und Durchführung von EU-Planspielen bis zur Bereitstellung von Hintergrundinformationen und Unterrichtsmaterialen zum Lernfeld Europa reichen. Die Landeszentrale hat dazu das Internetportal Europa im Unterricht eingerichtet.  

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wird den Schulen wieder ein kostenfreies Publikationspaket für den EU-Schulprojekttag zur Verfügung stellen. Das Online-Bestellformular wird voraussichtlich ab März 2016 auf den Internetseiten der Bundeszentrale eingestellt werden.

Ebenso sind auf dem Internetportal der Europäischen Union Informations- und Unterrichtsmaterialien zu Europa hinterlegt: www.europa.eu/teachers-corner/index_de.htm.



Informationen zu weiteren Projekten

Das Kultusministerium arbeitet im Bereich Europa in der Schule mit Partnern zusammen. Anfragen richten Sie bitte an das Referat Europa unter europa@km.kv.bwl.de.

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