Lehrerbesoldung

Kultusministerium plant umfassendes Programm zur Weiterqualifizierung der Haupt- und Werkrealschullehrkräfte


Immer mehr Haupt- und Werkrealschullehrerinnen und -lehrer arbeiten an anderen Schularten. Für diese Personengruppe will Kultusminister Andreas Stoch ein umfassendes Konzept zur Weiterqualifizierung. „Wenn diese Kolleginnen und Kollegen an anderen Schularten arbeiten, müssen sie dafür auch gut unterstützt werden. Deshalb planen wir ein umfassendes Programm zur Weiterqualifizierung, das auch neue Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet.“


Haupt- und Werkrealschullehrkräfte arbeiten derzeit sowohl in den Schularten, für die sie ihre ursprüngliche Lehrbefähigung erworben haben, als auch in Realschulen, Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sowie Gemeinschaftsschulen. „Die individuelle Situation der Lehrer stellt sich sehr unterschiedlich dar“, so Kultusminister Stoch. So gebe es Pädagogen mit langjähriger Berufserfahrung an Haupt- und Werkrealschulen, die inzwischen aufgrund veränderter Schülerströme an andere Schulen versetzt wurden. Ebenso gebe es junge Lehrerinnen und Lehrer, die ihren Dienst gleich an einer Realschule, einer Gemeinschaftsschule oder einem SBBZ beginnen. Zu einer weiteren Gruppe gehören Lehrkräfte, die noch an einer Hauptschule tätig sind und perspektivisch an eine Realschule oder ein SBBZ wechseln werden. Stoch: „Für alle wollen wir differenzierte Möglichkeiten der Weiterqualifizierung und Weiterentwicklung.“ In das Programm will der Kultusminister die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung einbeziehen und für das Vorhaben auch die Pädagogischen Hochschulen gewinnen. Grundsätzlich soll nach erfolgreicher Weiterqualifizierung ein Wechsel in eine andere Laufbahn möglich sein, was auch eine höhere Besoldung zur Folge haben wird. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass der zukünftige Landtag die für das Programm notwendigen Mittel bereitstellt“, sagte Kulturminister Stoch.

Ergänzende Informationen:

Aktuell sind rund 550 Grund- und Haupt- und Werkrealschullehrer an Realschulen oder an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren tätig. Weitere etwa 4.600 Lehrerinnen und Lehrer, die ursprünglich für die Arbeit an Grund-, Haupt- bzw. Werkrealschulen ausgebildet wurden, arbeiten an Gemeinschaftsschulen. Deren Zahl wird perspektivisch weiter ansteigen. Inzwischen werden an den Pädagogischen Hochschulen angehende Lehrer nicht mehr für das Lehramt an Grund- und Haupt-/ Werkrealschulen bzw. für das Lehramt an Realschulen, sondern für das Lehramt Grundschulen bzw. gemeinsam für das Lehramt an Werkreal-, Haupt- und Realschulen ausgebildet.

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