Gesetzesänderung

Inklusion


Der Landtag von Baden-Württemberg hat am 15. Juli 2015 die Änderung des Schulgesetzes zur Inklusion verabschiedet. Zentrales Element der Gesetzesänderung ist die Abschaffung der Pflicht zum Besuch einer Sonderschule beziehungsweise die Einführung des Elternwahlrechts. Eltern von Kindern mit einem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot können seit dem Schuljahr 2015/2016 wählen, ob ihr Kind an einer allgemeinen Schule oder einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) lernen soll.

Die Sonderschulen werden sich zu Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) weiterentwickeln und neben ihren eigenen Bildungsangeboten verstärkt auch allgemeine Schulen bei der Umsetzung der Inklusion beraten und unterstützen.

Die Inklusion ist ein enormer Entwicklungsschritt für die Schulen und mit Investitionen verbunden. Entsprechende Ressourcen werden hierfür bereitgestellt. Für den Ausbau inklusiver Bildungsangebote stehen im kommenden Schuljahr weitere 200 Deputate zur Verfügung - bis zum Schuljahr 2022/2023 werden es nach aktueller Planung 1.353 Deputate sein. Zudem werden von der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, von den Regierungspräsidien und den Staatlichen Schulämtern Fortbildungsmaßnahmen angeboten, um Lehrerinnen und Lehrer an allgemeinen Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs-und Beratungszentren auf diese Aufgabe vorzubereiten und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen.
An jedem Staatlichen Schulamt stehen auch "Praxisbegleiter/innen inklusiver Bildungsangebote" mit dem Schwerpunkt „Grundlagen des zieldifferenten Unterrichts“ für regionale sowie für schulnahe und schulinterne Fortbildungen zur Verfügung. Zum Fortbildungsangebot gehört auch die Möglichkeit der Hospitation.

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