Weiterbildung

Weiterbildung / Erwachsenenbildung


In Baden-Württemberg kann auf eine Vielzahl von Weiterbildungseinrichtungen geschaut werden, die in einer großen Vielfalt völlig unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Das Kultusministerium ist dabei zuständig für die allgemeine, politische und kulturelle Weiterbildung.

"Die Weiterbildung gewinnt im Rahmen des lebenslangen Lernens wachsende Bedeutung und entwickelt sich zunehmend zu einem eigenständigen Bereich des Bildungswesens." (Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland 2005, Kultusministerkonferenz (Hrsg.), Bonn 2006)

Eine lernende Gesellschaft, in der lebenslanges Lernen praktiziert wird, braucht demnach gut funktionierende Weiterbildungseinrichtungen. Die Förderung der Weiterbildung ist als ein eigenständiger, gleichberechtigter Teil des Bildungswesens eine öffentliche Aufgabe mit dem Ziel der Entwicklung eines breit gefächerten und flächendeckenden Weiterbildungsangebotes in Baden-Württemberg. Weiterbildung reicht in institutionalisierter Form von staatlicher und öffentlich geförderter zu nichtgeförderter privatwirtschaftlich organisierter, bis zu inner- und überbetrieblicher Weiterbildung.

Das historisch gewachsene Nebeneinander dieser verschiedenen Formen wie auch der Träger und Einrichtungen der Weiterbildung entspricht dem Grundsatz der Pluralität in der Weiterbildungspolitik. In den letzten Jahren gewinnen zunehmend die "weicheren" Formen der Weiterbildung wie informelle Weiterbildung, digitales Lernen und Selbstlernen an Bedeutung.

Im Gegensatz zum staatlich geregelten Bereich der schulischen Bildung und beruflichen Erstausbildung wird der Weiterbildungsbereich weitgehend durch Marktprozesse und Wettbewerb geprägt. Neben den klassischen Bildungseinrichtungen in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft, z. B. Kammern, Volkshochschulen, treten zunehmend private Weiterbildungsanbieter auf. Sie alle partizipieren an der zunehmenden Bedeutung, die der Weiterbildung im gesellschaftlichen, technischen und wirtschaftlichen Strukturwandel zukommt.

Wissen und Bildung sind zu entscheidenden Ressourcen geworden und die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens ist unbestritten. Von jedem Einzelnen werden heute Bereitschaft und Befähigung erwartet, sich mit der erworbenen Bildung nicht zufrieden zu geben, sondern sich immer wieder aufs Neue Wissen und Kenntnisse anzueignen, um so seinen Horizont lernend zu erweitern. Natürlich darf aber keinesfalls vergessen werden, dass es viel zu kurz greift, Bildung nur unter dem Aspekt der beruflichen Verwertbarkeit zu sehen. Geistige Bildung ist immer schon eng verwoben mit der Entwicklung der eigenen Identität innerhalb von Kultur und Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der Erwachsenenbildung im Kontext lebensbegleitenden Lernens ein hoher Stellenwert zukommt.

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