Werkrealschule und Hauptschule

Konsequent berufsorientiert


Die Werkrealschule baut auf der Grundschule auf und umfasst die Klassen 5 bis 10. Sie führt nach sechs Jahren zu einem mittleren Bildungsabschluss (Werkrealschulabschluss) und bietet außerdem die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss am Ende von Klasse 9 oder Klasse 10 zu erwerben.* Die Hauptschule umfasst die Klassen 5 bis 9. An Hauptschulen kann ausschließlich der Hauptschulabschluss erworben werden. Der Unterricht an Hauptschulen und Werkrealschulen  richtet sich nach dem vom Kultusministerium erlassenen Bildungsplan und der als Anlage beigefügten Stundentafel.
Ziel der Hauptschulen und Werkrealschulen ist es, die Begabungspotentiale der Schülerinnen und Schüler zu erkennen, zu fördern und so zu gelingenden Bildungsbiographien beizutragen.

Hauptschulen und Werkrealschulen vermitteln  eine grundlegende und erweiterte allgemeine Bildung und orientieren sich an lebensnahen Sachverhalten und Aufgabenstellungen. In besonderem Maße fördern sie praktische Begabungen, Neigungen und Leistungen auf der Basis von theoretischem Hintergrund. Ein stark berufsbezogenes Profil und eine intensive individuelle Förderung in allen Klassenstufen ermöglichen jeder Schülerin und jedem Schüler einen optimalen Einstieg in eine sich anschließende schulische oder berufsbezogene Laufbahn.

Hauptschulen und Werkrealschulen können von Schülerinnen und Schülern nach dem erfolgreich absolvierten vierten Schuljahr der Grundschule besucht werden. Ein Wechsel aus anderen weiterführenden Schulen innerhalb der Sekundarstufe 1 ist im Rahmen der Multilateralen Versetzungsordnung möglich.
Mit dem Werkrealschulabschluss, der am Ende von Klasse 10 an einer Werkrealschule erworben werden kann, können Schülerinnen und Schüler in eine duale Ausbildung, in berufliche Bildungsgänge oder unter bestimmten Voraussetzungen auf das berufliche Gymnasium wechseln.

Der Hauptschulabschluss kann an Haupt- und Werkrealschulen am Ende von Klasse 9 oder - wenn etwas mehr Zeit zum Lernen benötigt wird - am Ende von Klasse 10 an einer  Werkrealschule erworben werden. Im Anschluss haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine duale Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu beginnen oder an eine weiterführende berufliche Schule zu wechseln.
Der Unterricht an Hauptschulen und Werkrealschulen umfasst den Pflichtbereich, den Wahlpflichtbereich sowie ergänzende Angebote.
Von zentraler Bedeutung ist die frühzeitige Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihren Wünschen und Vorstellungen, Perspektiven und Möglichkeiten in Bezug auf ihre Lebens- und Berufswegeplanung.

Intensive Berufswegeplanung ab Klasse 5

Zu den Pädagogischen Leitprinzipien der der Hauptschule und /Werkrealschulen zählt die intensive Berufswegeplanung mit vielfältigen Praxiserfahrungen in allen Klassenstufen. Hauptschulen und Werkrealschulen ermöglichen den Schülerinnen und Schülern entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Neigungen eine individuelle, auf ihre persönlichen Begabungen ausgerichtete Schwerpunktbildung insbesondere bei der beruflichen Orientierung.

Ausgehend von Interessen und Fähigkeiten werden die Schülerinnen und Schüler in einem langfristig angelegten Prozess befähigt, sich reflektiert und verantwortungsbewusst für einen Beruf zu entscheiden.

Betriebs-und Arbeitsplatzerkundungen

Ein wichtiges Instrument stellen Betriebs- und Arbeitsplatzerkundungen dar. Hier erhalten Schülerinnen und Schüler Einblicke in die reale Arbeitswelt und entwickeln Vorstellungen und Fragestellungen. Sie sammeln dabei durch inhaltlich und organisatorisch differenzierte Formen von Praktika eigene Erfahrungen und Eindrücke in verschiedenen Berufen und Berufsfeldern. Entsprechend des spezifischen standortbezogenen Konzepts der beruflichen Orientierung sowie der Profilbildung der jeweiligen Schule, kann die Anzahl der Praxistage die Mindeststandards überschreiten.

Weiterführende Links

Landesbildungsserver
Werkrealschulverordnung – WRSVO
Flyer zu Schulabsentismus
KOOBO – Kooperative Berufsorientierung
Faltblatt für Schülerinnen und Schüler zu den Wahlpflichtfächern zum Bildungsplan 2016
Flyer für die neuen Wahlpflichtfächer



*Soweit Schulen das sechste Schuljahr nicht anbieten und auch nicht mit einer das sechste Schuljahr anbietenden Schule kooperieren, führen sie die Schulartbezeichnung Hauptschule.

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