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Ausbildungsstandards der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung

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Vorwort (der GHS Standards)

Eine von der OECD angestoßene Entwicklung zur Ausrichtung der Bildungssysteme an Bil- dungsstandards führte zu einer Veränderung der Arbeit an den Schulen. Den Herausforderun- gen dieses Wandels stellen sich alle an der Lehrerausbildung beteiligten Institutionen.
Die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung geben sich landeseinheitliche Stan- dards, damit ein gutes Fundament für die Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer gelegt werden kann.

In den Standards zur Lehrerausbildung werden die Kompetenzen beschrieben, die Lehrerinnen und Lehrer zu Experten für Bildung und Erziehung machen. Sie werden in der Ausbildung grundgelegt und im Verlauf der Berufsbiografie vertieft und individuell ausgeprägt.

Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer gewinnen im Vorbereitungsdienst insbesondere Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Kompetenzbereichen:

  • Erziehung von Schülerinnen und Schülern

  • Didaktik und Methodik der Vermittlung von Fachwissen und Kompetenzen

  • Diagnostischen Kompetenz und Möglichkeiten der individuellen Förderung

  • Beurteilung und Benotung von Schülerinnen und Schülern

  • Beratung von Schülerinnen und Schülern und Eltern

  • Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen und weiteren an der schulischen Arbeit betei- ligten Personen und Institutionen

Schulentwicklung und Evaluation

Mit der Formulierung von Standards geben die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbil- dung (GHS) der Ausbildung in den Seminaren einen verbindlichen und verlässlichen Rahmen. Die vorliegenden Standards orientieren sich an den im Bildungsplan vorgegebenen Fächern und Fächerverbünden. Sie wurden mit den Personen abgestimmt, die auch bei der Entwicklung der schulischen Standards als Experten tätig waren. Im Ausbildungsfach in Pädagogik sind die Standards eng auf die KMK-Standards für die Lehrerbildung im Bereich der Bildungswissen- schaften bezogen. Bei den Standards für Evangelische und Katholische Religionslehre wurde das Einvernehmen mit den Kirchen hergestellt.

Die vorliegenden Standards für die Ausbildung an den Grund- und Hauptschulseminaren sind wie folgt gegliedert:

  1. Jedem Fach werden Leitgedanken vorangestellt, die die übergeordneten Prinzipien der Ausbildung beschreiben.

  2. In der linken Spalte sind verbindliche Kompetenzen beschrieben, die in der Ausbildung grundgelegt werden sollen.

  3. In der rechten Spalte werden Themen/Inhalte formuliert, mit deren Hilfe die Kompeten- zen konkretisiert werden.

Durch die Standards wird die Ausbildung an den Grund- und Hauptschulseminaren für alle am Ausbildungsprozess Beteiligten transparent. Sie bilden auch den Gütemaßstab für Ausbil- dungsqualität und Ausbildungserfolg. Deshalb bilden die vorliegenden Standards die verbindli- che Grundlage für die Ausbildungsprogramme an allen Grund- und Hauptschulseminaren. Vertiefungen und Schwerpunktsetzungen sind im Sinne eines entsprechenden Seminarcurriculums möglich.

Ob die Standards erfüllt werden und die Ausbildung der angehenden Lehrerinnen und Lehrer für die Grund- und Hauptschule damit erfolgreich verläuft, zeigt sich im konkreten Unterrichts- handeln unter Wahrnehmung ethischer und pädagogischer Verantwortung.

Die vorliegenden Standards sind zugleich Maßstab für die Beratung der Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter und für die seminarinterne Evaluation. Es ist vorgesehen, diese Standards nach einer Erprobungsphase zu überprüfen und gegebenenfalls auch vor dem Hintergrund bundesweiter Standards für die Lehrerbildung weiter zu entwickeln.

Allen, die an der Erstellung der Standards mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle herzlich ge- dankt. Sie haben mitgeholfen, eine verbindliche Grundlage für den Vorbereitungsdienst zu schaffen, die den angehenden Lehrerinnen und Lehrern und damit der Qualität der Schulen zugute kommen wird.

Annely Zeeb
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport

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