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Lernort Schule (LOS)

Didaktisches Konzept

Die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter gestalten im Rahmen von Lernort Schule (LOS) Lernprozesse in didaktisch sinnvoll zusammenhängenden Lehr-Lernsequenzen. Die konkrete Planung, Durchführung und Reflexion von Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler im „Lernort Schule“ basiert dabei durchgängig auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Kontext von Schule und Unterricht sowie auf ausgewählten Schwerpunkten der seminarspezifischen Standards zur Lehrerbildung.

Rahmenkonzept

Im Mittelpunkt der Arbeit im „Lernort Schule“ (LOS) steht das Konzept der Individualisierung und Differenzierung. In der sinnvollen Verknüpfung von Pädagogik und Didaktik orientiert sich LOS an innovativen schulpädagogischen und didaktischen Ansätzen einer „Veränderten Lernkultur“. Dabei werden die Potenziale der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter in allen Phasen adäquat eingebunden.

Der LOS findet im ersten Ausbildungsabschnitt in einem Zeitraum von sechs Wochen statt. Die Veranstaltungstage mit Unterrichtspraxis finden donnerstags gemäß Ausbildungsplan statt. In der Regel gliedern sich die LOS-Ausbildungstage wie folgt:

  • Schulvormittag in der Learning Community (LC) mit Vorbesprechung/Information, Beobachtung des Lernsettings, Reflexion und Beratung. I.d.R. begleitet die Ausbilderin, der Ausbilder
  • LC-übergreifender Austausch am Seminar, LC-spezifische Planung
  • Seminarveranstaltung zu pädagogisch-didaktischen Lernsettings entsprechend dem individuellen Bedarf der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter

Im Zeitraum von LOS beträgt der Dienst der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter an der Ausbildungsschule 12 Stunden.

Im Anschluss von LOS wird dieser pädagogikgruppenintern reflektiert und evaluiert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus LOS werden von den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern an den Ausbildungsschulen in einem geeigneten Rahmen präsentiert (GLK, Fachschaft, Päd. Tag, etc.).

Organisation

Organisatorisch wird der LOS dezentral (vgl. Grafik) oder zentral an den Ausbildungsschulen der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter durchgeführt.

Dabei arbeiten die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter in LCs (siehe Begriffsklärung: Learning Communities), die von Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet werden.

Die jeweilige LC verantwortet gemeinsam die Planung und Reflexion des Lernens der Schülerinnen und Schüler. Jede Lehramtsanwärterin und jeder Lehramtsanwärter einer LC setzt in einer Klasse/Lerngruppe an der Ausbildungsschule die in der Pädagogikgruppe vereinbarten seminarspezifischen Standards um.

An den LOS-Terminen treffen sich im dezentralen System die Learning Communities abwechselnd an einer Ausbildungsschule eines Community-Mitglieds zur Hospitation, zur gemeinsamen Reflexion und Planung.
Der Kompetenzentwicklungsplan (Anhang Datenblatt ABA I) enthält die zeitlichen und kompetenzorientierten Angaben zu Zielen und Organisation von LOS an der Schule. Hierzu werden beim Startertisch entsprechende Absprachen getroffen.

LOS


Einbindung der Ziele und Erkenntnisse aus dem Lernort Schule

Die Lernsettings im LOS haben entsprechend der erweiterten Standards (Profil Seminar Nürtingen) Modellcharakter für das Konzept der Individualisierung und Differenzierung. Zudem wird den Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern ermöglicht, die Erkenntnisse aus dem LOS in den eigenverantwortlichen und in den selbständigen Unterricht (eigener Lehrauftrag) zu übertragen. Hierfür dokumentieren die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter Zielvereinbarungen in den Datenblättern zum  ABA 1 u. 2.

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