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Medien und Bildung in der Gesellschaft

Man braucht keine wissenschaftliche Studie um belegen zu können, wie allgegenwärtig digitale Medien unser Leben verändern. Beobachten wir Spaziergänger in der Stadt, Schülerinnen und Schüler im Bus, wartend an der Haltestelle oder beim Essen in der Mensa. Smartphones, Laptops, Tablets sind allgegenwärtig. Es scheint als etabliere sich in unsererGesellschaft eine Generation YOUTUBE, FACEBOOK, TWITTER und WHATS-App.
 
Digitale Spiele werden zunehmend realistischer. Virtuelle Welten und reale Welten verlieren an Trennschärfe. Man gewinnt den Eindruck, als ob sie sich auf einander zu bewegen, sich vermischen. In der öffentlichen Diskussion werden Computergames einerseits als Ursache von Sucht, Abhängigkeit und Aggression verteufelt, auf der anderen Seite jedoch als wichtiges Kulturgut einer digitalen Informations- bzw. Lerngesellschaft besonders geschätzt.
 
Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir mit Medien passiv, aber auch zunehmend aktiv. Medien informieren, unterhalten, gestalten und manipulieren. Sie klären auf, unterstützen, machen frei oder abhängig, unglücklich oder glücklich, reich oder arm, zeigen Wege auf und schaffen Verbindungen. Sie steuern, messen, regeln, dokumentieren, erstellen Profile usw. Digitale Medien sind inzwischen Universalmaschinen, die uns von morgens bis abends begleiten, mehr noch, sie können uns auch nachts überwachen, einhergehend mit positiven und negativen Folgen.
 
Das Thema ist so bedeutungsvoll, dass die Bundesregierung beschlossen hat, einen ständigen Bundestagsausschuss zum Thema Internet und digitale Gesellschaft einzurichten. Dieser Ausschuss ist notwendig, um die Gesetzgebung an die Bedingungen der digitalen Gesellschaft anzupassen. Zeitgemäß verbreitete sich eine erste Information über TWITTER und wurde von der Süddeutschen Zeitung am 18.12.2013 aufgegriffen und in einem Artikel aufgearbeitet.
 
Die aufgezählten Beispiele überzeugen. Medienbildung muss ein zentrales Thema in der Schule sein, nicht nur was den Medienkonsum und die Medienproduktion betrifft, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit digitalen Medien als Unterstützung für einen zeitgemäßen Unterricht.

Vorgaben der KMK und des Kultusministeriums

Mit Beschluss vom 08.03.2012 liefert die Kultusministerkonferenz der Länder entscheidende Eckpunkte zur Medienbildung in der Schule. Die KMK fordert "eine ganzheitliche, vernetzte Strategie zur nachhaltigen Förderung der Medienbildung in der Schule." (Seite: 6). Im Rahmen der ersten und zweiten Ausbildungsphase sollen die Inhalte in den Prüfungsordnungen der fachbezogenen Lehrerausbildung verankert werden. Begründet wird diese Forderung mit dem Satz "Medienbildung gehört zum Bildungsauftrag der Schule, denn  Medienkompetenz ist neben Lesen, Rechnen und Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik geworden." (Seite 9).
 
In Baden-Württemberg wird ab dem Schuljahr 2015/16 das Leitprinzip Medienbildung eingeführt. Ein eigenes Fach ist nicht vorgesehen. Die verschiedenen Kompetenzbereiche werden fächerintegrativ unterrichtet.

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