Service-Navigation

Suchfunktion

Geschichte des Seminars

Das Seminar im Wandel – einige Streiflichter

Das Seminar hat sich im Laufe seiner bisher knapp achtzig Jahre währenden Geschichte inhaltlich und strukturell permanent verändert – und auch immer wieder andere Namen getragen: vom ursprünglichen „Pädagogischen Seminar“ über das „Studienseminar“ , das „Seminar für Erziehung und Didaktik“ und das „Seminar für Schulpädagogik“ bis zum heutigen „Seminar für Didaktik und Lehrerbildung“.

Das Seminar war bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts noch enger als heute mit  der Universität Fridericiana  und mit den Karlsruher Gymnasien verbunden. Fast alle Seminarleiter hielten auch Vorlesungen und Seminare an der Universität. Im traditionellen Anstaltsseminar war ein Schulleiter zugleich in Personalunion Seminarleiter. Besonders das Bismarck- und das Helmholtz-Gymnasium  waren so über viele Jahre dem Seminar institutionell engstens verknüpft.

Im Zeichen reformpädagogischen Denkens wurde das „Pädagogische Seminar“ 1928 auf Initiative von Prof. Dr. Karl Ott, dem engagierten Pädagogen und Schulleiter und ersten Direktor des Seminars, vom Badischen Ministerium für Kultus und Unterricht gegründet.

In der Folgezeit war das Seminar im humanistischen Bismarck-Gymnasium beheimatet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Seminar dem Helmholtz-Gymnasium angegliedert.
In den fünfziger Jahren wurde das Seminar stufenweise selbstständig und erhielt ein eigenes Kollegium und bald auch eigene Räume auf dem Areal der Päd. Hochschule. Erster Direktor des selbstständigen Seminars wurde 1957 -  vor 50 Jahren - Prof. Dr. Fritz Pfrommer, der vormals auch die  Karlsruher Hochschule für Lehrerbildung geleitet hatte. Als Seminarleiter kreierte er den berühmten liberal-verbindlichen „Karlsruher Stil“, der auch für seine Nachfolger maßgebend wurde.

Aus den Treffen der Seminarleiter in Baden-Württemberg, bei denen Prof. Dr. Robert Ulshöfer aus Tübingen eine wichtige Rolle spielte,  und über die Ländergrenzen hinaus entstand eine bundesweite Seminarleitervereinigung  -  Vorläufer des späteren BAK -  mit Dr. Erika Essen (Marburg) als erster Vorsitzenden. 

Im letzten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts, unter dem Philosophie-Didaktiker Prof. Dr. Hans Zeise, der zuvor 16 Jahre Schulleiter am Bismarck-Gymnasiums war, unter dem Deutsch-Didaktiker Prof. Immig und insbesondere unter der Leitung des Geschichts-Didaktikers Prof. Gerd Niemetz entwickelte sich das Seminar zu einer großen und differenzierten Institution der Lehrerbildung, welche die Professionalisierung der Lehrer/innen wesentlich voranbringen konnte.

In den letzten Jahren hat sich das Seminar für Didaktik und Lehrerbildung weiter entwickelt und als „Didaktisches Zentrum“ eine Fülle neuer Aufgaben erhalten. Seit 2005 ist das Seminar in der ehemaligen Forstdirektion am Scheffelplatz bzw. der vormaligen preußischen Botschaft beim Lande Baden untergebracht.

Auf Gerold Niemetz folgte Ende der neunziger Jahre Professor Volker Huwendiek, dem es in seiner Eigenschaft als Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft deutscher Fachleiterinnen und Fachleiter gelungen ist, das Karlsruher Seminar noch intensiver mit der nationalen Lehrerbildung zu vernetzen. Dabei war ihm stets besonders wichtig, den Stellenwert der gymnasialen Ausbildung zu betonen.

Im Jahr 2008 hat Prof. Dr. Klaus Teichmann, der mehrere Jahre am Landesinstitut für Schulentwicklung in Stuttgart für Qualitätsentwicklung und Evaluation zuständig war, die Leitung des Seminars übernommen.

Weitere Informationen zur Seminargeschichte finden Sie in unserer Festschrift zum 75jährigen Jubiläum des Seminars mit dem Titel „Nachdenklichkeit und Nachhaltigkeit“. Der Band kann über das Sekretariat bestellt werden (Preis incl. Porto € 5,00).

Fußleiste