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Das Karlsruher Modell der Medienbildung

Das gymnasiale Seminar in Karlsruhe hat für sein Profil "Mediendidaktik / Medienpädagogik" in Anlehnung an die Kompetenzbereiche der KMK-Konferenz und unter Berücksichtigung des Kompetenzmodells von Jarren und Wassmer, sowie den Vorgaben des Kultusministeriums Baden-Württemberg folgendes Modell einer Medienbildung entwickelt.
Dieses Modell zeigt neben der Anwendungskompetenz, die sich in erster Linie auf die Handhabung der Technik bezieht, die drei für die Medienbildung bedeutenden Akteure Gesellschaft, Schüler, Lehrer. Diese Sichtweise erleichtert die Strukturierung und Umsetzung der Lehrerbildung und insbesondere der Kurse im digitalen Medienbereich, ohne auf die Inhalte der KMK-Vorgaben zu verzichten.

Erläuterung der einzelnen Eckpunkte
Anwendungskompetenz (Technik – Bedienen)
Hier geht es in erster Linie um Basiskompetenzen im Umgang mit Hard- und Software eines Computersystems.
Im Softwarebereich werden Konzepte vonTextverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Bild-, Ton- und Videobearbeitung vermittelt, die unabhängig vom jeweiligen Produkt existieren. Es werden dabei produktunabhängige Eigenschaften und Fähigkeiten von Anwendungssoftware herausgearbeitet und strukturiert dargestellt. Nur so kann eine Grundlage gelegt werden um Transferleistungen im Umgang mit Anwendungssoftware zu ermöglichen.
Im Hardwarebereich werden technische Aspekte aktueller Hardware vermittelt.
 
Bildung über Medien (Gesellschaft -Wissen)
In diesem Bereich werden grundlegende Kenntnisse über den Einfluss von Medien in einer durch Medien geprägten Gesellschaft vermittelt. Die Mensch-Maschine-Interaktion wird in den Fokus gerückt. Auf einer Betrachtungs- und Analyseebene werden Chancen und Risiken von Medien erörtert. Es geht dabei primär um die Bereiche soziale Netzwerke, Chats, Internetsucht, Spielesucht, Cybermobbing und Urheberrecht und Datenschutz.

Lernen durch Medien (Schülersicht -Lernen)
Mediennutzung zur individuellen Erarbeitung von Kenntnissen sowie der Einsatz von Kommunikationsstrategien zur Unterstützung kooperativer Lernmethoden ist zentraler Bestandteil dieses Bausteins. Kenntnisse über die Produktion von Medien (Präsentationen, Videos, Podcasts) haben das Ziel, durch eigene Aktivitäten die Kreativität und das Lernen zu fördern.
 
Unterrichten mit Medien (Lehrersicht -Unterrichten)
Digitale Medien bieten eine zielgerichtete Anpassung der Inhalte nach Vorkenntnissen und Leistungspotentialen der jeweiligen Schüler. Mit ihnen lassen sich die Anforderungen an einen zeitgemäßen Unterricht mit individuellen kooperativen Lernformen umsetzen. Wir suchen nach Lösungen, durch Medieneinsatz den Unterricht zu unterstützen, schülerzentrierter und effizienter zu gestalten.

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