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Bilinguale Zusatzausbildung am Seminar Heilbronn

 

Wer leitet die bilinguale Zusatzausbildung?

 

StR‘ Andrea Bailer

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Gemeinschaftskunde, Geschichte und weitere Fächer
  • Lehrerin am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium Heilbronn
  • Unterrichtet dort Gemeinschaftskunde auf Englisch

StR‘ Katrin Mai

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Geschichte und Gemeinschaftskunde
  • Lehrerin am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach
  • Unterrichtet dort Biologie auf Englisch

OStR’ Melanie Schuhmacher

 

  • Lehrbeauftrage für die Bilinguale Zusatzausbildung
  • Zuständig für Biologie und weitere Fächer
  • Lehrerin am Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach
  • Unterrichtet dort Biologie auf Englisch

Wer kann an der bilingualen Zusatzausbildung teilnehmen?

Voraussetzung für die Zulassung zur bilingualen Zusatzausbildung ist ein abgeschlossenes Studium in einem geeigneten Sachfach und in der Fremdsprache.

Folgende Fächerkombinationen sind möglich:

Englisch mit Geographie, Geschichte, Gemeinschaftskunde oder einer Naturwissenschaft

Französisch mit Geographie, Geschichte oder Gemeinschaftskunde

Hinweise:

  • Weitere Sachfächer können nach Absprache mit der Seminarleitung ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Bei sehr guter Fremdsprachenkompetenz ist eine Teilnahme auch ohne die Fakultas in der Fremdsprache möglich. Die Feststellung der Sprachkompetenz wird in einem Kolloquium ermittelt.
  • ein mindestens halbjähriger zusammenhängender Aufenthalt im Land der Zielsprache (z.B. Studium oder Tätigkeit als Fremdsprachenassistent) wird erwartet.
  • Die Entscheidung über die Zulassung trifft die Seminarleitung.

 

Wie läuft die bilinguale Zusatzausbildung ab?

Die Ausbildung umfasst 30 Stunden Fachdidaktik, Hospitationen an einer bilingualen Schule (Nicolaus-Kistner-Gymnasium in Mosbach oder am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium in Heilbronn) sowie eigene Unterrichtsversuche mit Betreuung und Beratung.

Die Zusatzausbildung gliedert sich in zwei Phasen:

Im ersten Ausbildungsabschnitt:

Die erste Ausbildungsphase umfasst

  • 5 halbtägige Fachsitzungen,
  • Hospitation,
  • eigene Unterrichtsversuche (mindestens 7 Stunden) mit begleitender Betreuung und Beratung.

Diese Phase wird in der Regel im ersten Ausbildungsabschnitt abgeschlossen. Der bilingual durchgeführte Unterricht wird auf die im 1. Ausbildungsabschnitt im entsprechenden Sachfach zu erbringende Mindeststundenzahl angerechnet.

Im zweiten Ausbildungsabschnitt:

Die zweite Ausbildungsphase beinhaltet

  • eine den selbstständigen Unterricht vorbereitende halbtägige Fachsitzung und
  • eine eigenverantwortlich durchgeführte bilinguale Unterrichtseinheit von mindestens 8 Unterrichtsstunden.

Aufgrund des i.d.R. großen Interesses an der bilingualen Zusatzausbildung werden zwei Kurse gebildet, um eine möglichst fachspezifische Ausbildung zu gewährleisten. Eine Unterteilung nach der verwendeten Fremdsprache findet nicht statt.

 

Übersicht Fachdidaktiksitzungen

 

Fachsitzung

Inhalte

1

 

Einführung in Theorie des bilingualen Unterrichts:

  • Kennzeichen einer bilingualen Didaktik und Methodik (Filmanalyse)
  • Geschichte und Ziele des bilingualen Unterrichts (ganz knapp)
  • Problemfelder (Wortschatz, Methodik, Leistungsmessung, etc.) und deren Konsequenzen für die Unterrichtsplanung

2

 

Methodik des bilingualen Unterrichts

  • Methoden des Scaffolding
  • Umgang mit Texten
  • Trainieren sachfachspezifischer Arbeitsweisen
  • Ideen, Materialien für Unterrichtseinheiten, DUE

3

 

Methodik des bilingualen Unterrichts

  • Möglichkeiten der sprachlichen Aktivierung
  • Handlungsorientierung im BU
  • Task-based learning als Unterrichtsprinzip
  • Ideen, Materialien für Unterrichtseinheiten, DUE

4

 

 

Methodik des bilingualen Unterrichts

Evaluation eigener Unterrichtserfahrungen

  • Best Practice: Was hat sich bewährt / worauf werde ich beim nächsten Mal stärker achten? (Methodik)

Prüfungsmodalitäten

  • Bili-DUE vs. Mini-DUE, Vorstellung von Unterrichtseinheiten durch Refs aus dem Vorkurs

5

 

Methodik des bilingualen Unterrichts

  • Umgang mit authentischen Medien (Filmeinsatz)
  • Das Web 2.0 (Podcasts, Videocasts, Animationen, Blogs, etc.)
  • Mediating (Sprachmittlung) als Unterrichtsprinzip

Prüfungsmodalitäten

  • Lehrprobe /Kolloquium

6

 

Methodik des bilingualen Unterrichts

  • Interkulturelles Lernen im BU

Blick voraus: Bili-Zertifikat – was nun?

  • Nutzen der bilingualen Zusatzausbildung für den weiteren beruflichen Werdegang
  • Möglichkeiten zur Einrichtung bilingualer Inseln an der neuen Schule
  • Bilingualer Unterricht in anderen Schularten / Bundesländern

 

Eigene Unterrichtsversuche

Im ersten Ausbildungsabschnitt unterrichten Sie eine zusammenhängende Unterrichtseinheit von mindestens 7 Stunden in einer Klasse Ihrer Wahl. Die Stunden werden dem Sachfach zugerechnet und tragen so dazu bei, Ihre ohnehin bestehende Unterrichtsverpflichtung von mindestens 60 Stunden zu erfüllen. Sinnvoll sind Klassen ab dem 3. Fremdsprachenlernjahr.

 

Welche Prüfungen sind abzulegen?

Die Prüfung für die Zusatzqualifikation "Bilingualer Unterricht" findet im zweiten Ausbildungsabschnitt statt und besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

ü  Lehrprobe

Im Rahmen einer eigenverantwortlich durchgeführten Unterrichtseinheit von 8 Stunden findet - in der Regel vor Beginn der allgemeinen Lehrprobenphase - eine zusätzliche Lehrprobe im bilingualen Sachfach statt.

Die Festlegung des Termins der Lehrprobe erfolgt auf der Grundlage eines Stoffverteilungsplans, der spätestens zwei Wochen vor Beginn der Unterrichtseinheit den Prüfern zugegangen sein muss. Den Prüfungszeitraum kann der Prüfling selbst bestimmen.

ü  Kolloquium

Das Kolloquium dauert etwa 20 Minuten und orientiert sich an den Inhalten der theoretischen Ausbildung. Das Kolloquium findet im Anschluss an die bilinguale Lehrprobe statt.

Prüfer

Alle Prüfungsteile werden vom bilingualen Ausbilder in Begleitung des entsprechenden Ausbilders im Sachfach abgenommen. Statt des Sachfachausbilders vom Seminar kann unter Umständen auch der Mentor im Sachfach der Ausbildungsschule als Prüfer fungieren.

Prüfungsergebnis

Das Ergebnis der Lehrprobe und des Kolloquiums lautet jeweils „bestanden“ oder „nicht bestanden“. Eine Note wird nicht erteilt.  

Die Seminarleitung leitet dem Landeslehrerprüfungsamt nach Abschluss des Kolloquiums die Bescheinigung zu. Die Bescheinigung über die erfolgreich abgelegte Prüfung wird vom Landeslehrerprüfungsamt gesiegelt und dem Zeugnis über die Zweite Dienstprüfung beifügt. Im Falle eines Sachfaches mit nicht zugelassener Fächerkombination wird lediglich eine vom Seminar gesiegelte Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Verfahren bei Nichtbestehen der Prüfung

Bei Nichtbestehen eines Prüfungsteils gilt die Zusatzqualifikation als nicht erworben. Die Wiederholung eines Prüfungsteils ist während des Vorbereitungsdienstes möglich.

Eine Verlängerung des Vorbereitungsdienstes um 4 Wochen ist möglich, sollte am Ende des ersten Ausbildungsabschnitts festgestellt werden müssen, dass der Ausbildungsunterricht nicht erfolgreich war.

 

 

Muss ich die DUE im Rahmen der bilingualen Zusatzausbildung anfertigen?

Die Dokumentation einer Unterrichtseinheit (= DUE) kann im Rahmen der Zusatzausbildung "Bilingualer Unterricht" angefertigt werden. Die Unterrichtseinheit, auf der die Dokumentation basiert, ist gleichzeitig die Lehrprobeneinheit (siehe oben). Die bilinguale DUE wird dem Sachfach zugerechnet.

Das Thema der schriftlichen Arbeit kann sowohl vom Ausbilder für die bilinguale Zusatzausbildung wie auch von dem Ausbilder im Sachfach vergeben werden. Die Bewertung der Arbeit erfolgt durch den Ausbilder für die bilinguale Zusatzausbildung und den Ausbilder im Sachfach gemeinsam.

Wird die eigenverantwortlich durchgeführte bilinguale Unterrichtseinheit nicht als DUE genutzt, ist eine über einen Stoffverteilungsplan hinausgehende Übersicht der eigenverantwortlich durchgeführten bilingualen Unterrichtseinheit (mit Unterrichtsmaterialien) vorzulegen.

 

Was bringt die bilinguale Zusatzausbildung?

Die Absolventen mit zugelassener Fächerkombination (siehe oben) erhalten ein vom Landeslehrerprüfungsamt gesiegeltes Zertifikat und eine entsprechende Kennzeichnung in der Einstellungsliste. Sie können sich damit auf schulscharfe Stellenausschreibungen für bilinguale Stellen bewerben und können einem Bewerber mit besserer oder gleicher Leistungsziffer vorgezogen werden.

Die Absolventen ohne zugelassene Fächerkombination erhalten eine Teilnahmebescheinigung vom Seminar Heilbronn. Diese kann für schulscharfe Bewerbungen verwendet werden. Eine Kennzeichnung in der Einstellungsliste erfolgt nicht.

Auch Schulen ohne bilingualen Zug sind in der Regel daran interessiert, zeitlich begrenzte bilinguale Module in den verschiedensten Fächern anzubieten und suchen dazu nach Lehrerinnen und Lehrern mit entsprechender Unterrichtserfahrung. Bei schulscharfen Bewerbungen kann die bilinguale Zusatzausbildung daher von Vorteil sein. Beispiele hierfür sind die Gymnasien in Bad Mergentheim, Brackenheim und Marbach.

Außerdem haben bisher alle Absolventen bestätigt, dass bilingualer Unterricht eine das Lehrer-  und Schülerdasein bereichernde Erfahrung darstellt.

  Archiv: pädagogische Arbeiten über bilingualen Unterricht. 

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