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Studienseminar als "Didaktisches Zentrum"

Kernaufgabe des Seminars ist die Ausbildung von Gymnasiallehrkräften in der 2. Phase der Lehrerausbildung 1
(= Referendarausbildung). Zu diesem Zweck arbeitet das Seminar gemäß seinem Organisationsstatut mit verschiedenen Bildungsakteuren zusammen (s.u. Schaubild: Waben = Akteure) 2 . Die Zusammenarbeit mit diesen Bildungsakteuren ist ein kollegiales Geben und Nehmen, gleichermaßen das Erstellen von Angeboten wie das Aufgreifen von Impulsen. Dadurch entsteht ein Nukleus der Innovation, ein Motor für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht. Die Formate der Zusammenarbeit sind mehrheitlich Veranstaltungen in den Räumlichkeiten des Seminars, aber genauso Veranstaltungen bzw. Referenten- und Beratungstätigkeiten bei den Kooperationspartnern (s.u. Texte: Formen bzw. Beispiele der Zusammenarbeit).


1 Bei der Nennung grammatisch männlicher Formen ist ggf. die weibliche Form mit gemeint, aus Gründen der besseren Lesbarkeit aber nicht immer extra aufgeführt.


2 Vgl. Organisationsstatut §2:“ (1) Die Seminare haben die Aufgabe, […] in enger Verbindung mit den Ausbildungsschulen auszubilden und an den Lehramtsprüfungen sowie bei der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte, bei der Weiterentwicklung von Schule und Unterricht und im Wege der Seminarentwicklung an der Qualitätssicherung in der Lehrerbildung mitzuwirken.“ (aus: Organisationsstatut der staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung, Stuttgart 2007 oder http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVBW-2204-2-KM-20070423-SF&psml=bsbawueprod.psml&max=true )

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Kooperationspartner Schulen

Das Seminar und seine etwa 55 Ausbildungsschulen verbindet eine enge, vielfältig ausgestaltete Ausbildungspartnerschaft. Nur in enger Zusammenarbeit kann das gemeinsame Ziel einer theoretisch fundierten, pädagogisch wie fachdidaktisch zeitgemäßen und gleichzeitig praxisgerechten Referendarausbildung erreicht werden. Dabei sind in den Schulen unterschiedliche Personengruppen von Bedeutung, mit denen jeweils passgenaue Kooperationsformate bestehen und weiterentwickelt werden.

Das Seminar greift kontinuierlich Trends und Veränderungen in Schule und Unterricht auf, bündelt und reflektiert diese und integriert sie in die Ausbildung und in die Unterstützungs- bzw. Fortbildungsangebote an die Schulen (aktuell z.B. Themen wie Inklusion, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Lehrergesundheit im Beruf, Settings der Achtsamkeit). In diesem Rahmen bietet das Seminar den Schulen die Teilhabe an der Entwicklung und Erprobung didaktischer Innovationen ebenso wie den Referendaren die Begleitung beim Kennenlernen neuester systemischer Veränderungen (aktuell z.B. Hospitation in Gemeinschaftsschulen). Die angestrebte gegenseitige Unterstützung findet auch ihren Ausdruck in gemeinsamen Veranstaltungen wie z.B. dem „Tag des Austausches“, an dem unter Federführung des Seminars Schulen für Referendare und eine interessierte Öffentlichkeit Beispiele schulischer Innovationsprozesse darstellen, oder auch bei europaweiten Projekten zur Didaktik von Ausbildungsfächern bzw. Vorhaben im Umweltschutz.

Dadurch, dass die Schulen seit 2013 Zugang zum Intranet des Seminars haben (spezifiziert nach den Personengruppen „Schulleitungen“, „Mentoren/ausbildende Lehrkräfte“ und „Prüfer/Gutachter“), ist der direkte Informationsfluss samt Austausch auf unkomplizierte Weise möglich.

  • Mentoren: In ihrer Zuständigkeit für die ganzheitliche Begleitung der schulischen Ausbildung von ihnen zugeteilten Referendaren bietet das Seminar den Mentoren Mentorenfortbildungen an. Die Themen dafür werden auf den mehrmals im Jahr stattfindenden Mentorentagungen des Seminars generiert. Besonders gewünscht bzw. gut besucht waren hier in den letzten Jahren zum Beispiel Themen wie „Unterrichtsanalyse und Beratung“ oder „Lehrerpersönlichkeit“.

  • Ausbildende Lehrkräfte (Fachlehrer): Die Fachlehrer haben die Aufgabe, die Referendare dabei zu unterstützen, die Impulse der Pädagogik- und Fachdidaktikausbildung des Seminars in der schulischen Wirklichkeit umzusetzen. Das Zusammenbringen von Theorie und Praxis ist eine große Herausforderung, die voraussetzt, dass man voneinander weiß, was erwartet und wie beurteilt wird. Im besten Fall findet hier auch eine Kommunikation zwischen den Generationen statt, die das kreative Potential junger Referendarskollegen für den Unterricht und das pädagogische Handeln ihrer Ausbilder fruchtbar macht. Als Plattform für einen Austausch zwischen Schule und Seminar auf Augenhöhe finden in den Fachbereichen des Seminars ca. einmal jährlich sog. Fachdidaktische Kooperationstage für die ausbildenden Fachlehrkräfte der Schulen statt. Durch Kooperation mit dem Regierungspräsidium Freiburg haben diese Veranstaltungen den Status offizieller Lehrerfortbildung. Außerdem öffnet das Seminar Teile seiner modularen Ausbildung für Kollegen aus den Schulen sowohl im fachlichen wie im überfachlichen Bereich (z.B. im Rahmen der Abschlussmodule). Auch hier unterstützt das Regierungspräsidium den Austausch durch organisatorischen Support.

  • Ausbildungslehrer (für Praktikanten, d.h. für Studierende im Praxissemester): Als Verantwortliche für die Betreuung der Praktikanten tragen die Ausbildungslehrer eine besondere Verantwortung für die Berufsbiographie der ihnen anvertrauten Studierenden. Das Praxissemester ist ein Teil des Referendariats und muss bei der Meldung zum Staatsexamen von Schule und Seminar als bestanden attestiert werden. Daraus ergibt sich regelmäßiger Abstimmungsbedarf, zum Beispiel wenn es darum geht, die Inhalte der Begleitveranstaltungen an den Schulen mit denen am Seminar möglichst überschneidungsfrei abzustimmen.

  • Prüfer/Gutachter (vgl. auch Landeslehrerprüfungsamt): Erwachsenengerechtes Ausbilden muss in erwachsenengerechtes Prüfen münden. Die dazu gehörige Prüfungskultur gestalten Ausbilder und Prüfer gemeinsam und es ist ihre stetige Aufgabe, diese weiterzuentwickeln. Dazu braucht es Austausch- bzw. Gesprächsmöglichkeiten. Wenn auch die Ausbildungs- und Prüfungsordnung grundsätzlich über längere Zeit Bestand hat, so ergeben sich doch ständig neue Anlässe, um mit den Prüfungsvorsitzenden bzw. Gutachtern im Gespräch zu bleiben (vgl. Verfahrensänderungen bei der Begutachtung der “ Dokumentation einer Unterrichtseinheit“). Jedes Jahr kommt eine deutliche Zahl neuer Vorsitzender hinzu. Aus der Kooperation mit der Außenstelle Freiburg des Landeslehrerprüfungsamtes ergeben sich Sachverhalte und Prozesse, die besonders verständigt werden wollen. Seitens des Seminars gibt es – u.a. seit Einführung des Fremdprüferprinzips bei Lehrproben - verstärkt innerhalb des Gesamtkollegiums und der Fachschaften Absprachen zum Prüfungsgeschehen, was auch mit den Vorsitzenden besprochen sein will.

  • Kollegien: Die Schulkollegien haben u.a. das Veranstaltungsformat des Pädagogischen Tages zur Verfügung, wenn sie Themen der Unterrichts- und Schulentwicklung auf fächerübergreifendem Niveau bearbeiten wollen. Hier sind Seminardozenten wiederholt als Referenten gefragt. Das gleiche gilt auf der Ebene der Fachkonferenzen in den Schulen, in denen Seminardozenten Mitglieder des jeweiligen Lehrkörpers sind bzw. als Experten für aktuelle fachdidaktische Entwicklungen eingeladen werden. Hier ergeben sich Synergien mit dem Kooperationspartner Regierungspräsidium (RP), da deutlich über 30 Dozenten des Seminars gleichzeitig als Fachberater für das RP tätig sind.

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Kooperationspartner Regierungspräsidium

  • Ref. 75: Das Regierungspräsidium ist die personalführende Stelle für alle Referendare, Lehrenden und Verwaltungskräfte am Seminar. Daraus ergeben sich viele Detailbereiche der Kooperation auf den Ebenen der Verwaltung, der Personalführung und der Lehre (von der A usschreibung eines Lehrauftrages bis zur Z uweisung der Referendare). Teils haben sich hier Routinen entwickelt (vgl. gemeinsame Informationsveranstaltungen zu Prüfungen, Bewerbungsverfahren/Einstellungen u.ä.), in vielen Fällen zeigen sich aber singuläre Aspekte, die individuell abgestimmt werden müssen. Für die Rolle des Seminars als didaktisches Zentrum ist neben der Amtsspitze des RP besonders auch die enge Kooperation mit dessen Fachreferenten und den Fachberatern wichtig. Hier werden Synergien sowohl zur Qualitätssicherung wie zur Qualitätsentwicklung von Schule und Unterricht gemeinsam erkundet und genutzt.

  • Ref. 77: Das Referat 77 unterstützt die Schulen bei der inneren, systemischen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Schulartübergreifend steuert und koordiniert das Ref.77 die Beratung und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrer. Dadurch, dass Seminarkollegen in Personalunion auch als Fachberater für das Ref.77 tätig sind, ist es möglich, dass Themen der Weiterentwicklung von Schule und Unterricht auch im Sinne des „Didaktischen Zentrums“ gesetzt und verfolgt werden, und zwar nicht nur fokussiert aufs Gymnasium, sondern auch im Kontext aller Schularten.

  • Landeslehrerprüfungsamt (LLPA): Die Freiburger Außenstelle des Landeslehrerprüfungsamtes muss jährlich ca. 20 000 Prüfungen organisieren; jene des Gymnasialseminars stellen dabei einen erheblichen Anteil. Das Landeslehrerprüfungsamt ist zudem während der gesamten Ausbildung ein täglicher Ansprechpartner, weil viele Alltagsanliegen der Referendare eine grundsätzliche (prüfungs-)rechtliche Relevanz haben können. Da Prüfungen ein hochsensibler Bereich sind, haben klare und verlässliche Informationen eine erhebliche Bedeutung, auch für die Umsetzung des Anspruchs auf eine zeitgemäße und professionelle Prüfungskultur. Die erforderliche Prüfungsorganisation und die Fortbildung der schulischen Kommissionsmitglieder bei Prüfungen erfolgt in enger Abstimmung zwischen Seminar und LLPA.

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Kooperationspartner Freiburger Hochschulen: Albert-Ludwigs-Universität/Pädagogische Hochschule/Staatl. Hochschule für Musik

Die Universitäten und Hochschulen sind schwerpunktmäßig zuständig für die fachwissenschaftliche 1. Phase der Lehrerausbildung. Im baden-württembergischen Lehramtsstudium gehört dazu ein an einer Universität absolviertes Studium von mindestens zwei Fächern und ihren Fachdidaktiken, das Studium lehramtsbezogener pädagogischer Inhalte (Pädagogisches Begleitstudium) , das Ethisch-philosophische Grundlagenstudium (EPG), eine berufsfeldbezogene Kompetenzentwicklung (in Freiburg: Modul Personale Kompetenz), das Praxissemester und die Prüfungen zum 1. Staatsexamen. In allen diesen Feldern wirkt das Seminar mit, naturgemäß hauptsächlich an der Universität Freiburg: durch die Bereitstellung von Personal (wie z.B. im Schulpraxissemester oder bei den fachdidaktischen Seminaren) und durch Beratung (z. B. bei der Reform von Studiengängen). Dabei legt das Seminar besonderen Wert auf die Entwicklung eines durchgängig berufsbiographischen Blickes auf das Studium vom ersten Studientag bis zum Ende des Referendariats. Die regelmäßige Mitwirkung des Seminars bei Forschungsprojekten der Universität, die besondere Berufsbedingungen von Gymnasiallehrern untersuchen, ist ein wichtiger Teil der Kooperation beider Einrichtungen.

  • Uni - Fakultäten: Der Dialog mit den Fachwissenschaften ist aus Sicht des Seminars bzw. seiner Fachschaften eine ständige Aufgabe. Das realisiert sich u.a. in gemeinsam organisierten Veranstaltungen, die dem fachwissenschaftlichen Fortbildungsbedarf von Seminardozenten gleichermaßen wie dem ausbildender Lehrkräfte an den Schulen Rechnung tragen (vgl. z.B. eine Ringvorlesung Geschichte oder fachdidaktische Begleitveranstaltungen zu Vorlesungen in Geschichte).

  • Uni - Zentrum für Lehrerbildung (ZfL): Das Zentrum für Lehrerbildung ist im oben beschriebenen Sinne Kooperationspartner des Seminars. Das Seminar beteiligt sich regelmäßig an Veranstaltungen des ZfL, die berufsbiographische bzw. studienberatende Themen für Studierende des Lehramtsstudiums anbieten. Seit dem Herbst 2012 bietet das ZfL für die Lehramtsstudierenden im Praxissemester ein vier Sitzungen umfassendes freiwilliges Modul zur Reflexion Ihrer Erfahrungen im Praxissemester an (Geleitete Praxisreflexion). Dieses Angebot ist das Ergebnis einer Akzentuierung der Berufsorientierung im Studium und wurde von der Freiburger Arbeitsgemeinschaft Lehramt (FRAGL) entwickelt. Die Sitzungen werden von Mitarbeitern des Zentrums für Lehrerbildung, Dozenten des Seminars und Dozenten des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (s.u.) in Tandems durchgeführt. Die Evaluation der Veranstaltung erfolgt durch das Zentrum für Lehrerbildung an der Universität Freiburg und wurde auch durch eine Arbeit vom Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Freiburg ausgewertet. Berufsbiographisch gesehen erfolgt hier also in einem frühen Stadium ein Beitrag zur Qualitätssicherung für das spätere Lehrpersonal an den Schulen.

  • Uni - Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS): Das ZfS entwickelt und organisiert seit Ende 2002 Module (Lehrveranstaltungen und Projekte) in den Bereichen "Berufsfeldorientierte Kompetenzen" und „Modul Personale Kompetenz“ (MPK). Das MPK ist seit WS 2010/11 ein obligatorischer Bestandteil des modularisierten Lehramtsstudiengangs und bietet den Studierenden die Möglichkeit, den persönlichen Bezug zum Lehrerberuf über das Fachwissenschaftliche hinaus zu vertiefen und verstärkt personale Handlungskompetenz zu entwickeln. Die Entwicklung des MPK-Bereichs an der Universität erfolgte im Dialog mit dem Seminar Freiburg; ein Teil der Module wird von Seminardozenten an der Universität unterrichtet.

  • Pädagogische Hochschule (PH): Auch zur Pädagogischen Hochschule pflegt das Seminar  vielfältige Kontakte. Auf der Leitungsebene finden regelmäßige Gespräche statt, in denen aktuelle bildungspolitische Diskussionen erörtert  bzw. konkrete Vorhaben angestoßen werden. Kollegen des Seminars sind auch mit eigenen Beiträgen beteiligt, wenn es um didaktische Tagungen und Workshops geht. In ein Forschungsvorhaben der Fakultät für Biologie ist eine Seminarkollegin als Promovierende eingebunden. Im Rahmen der fachdidaktischen Ausbildung  an der Universität arbeiten Seminarkollegen verschiedener Fächer bereits heute mit Kollegen der Pädagogischen Hochschule zusammen. Die Neuordnung der ersten Phase der gymnasialen Lehrerausbildung in der Form des Bachelor- / Master-Studienganges wird zu weiteren Kooperationen in fachdidaktischen Fragen und Veranstaltungen führen.

  • Hochschule für Musik: Die Besonderheit des Hochschulstandortes Freiburg zeigt sich auch in der Tatsache, dass Freiburg über eine eigene Musikhochschule verfügt. Zu dieser Hochschule ergeben sich Formen der Zusammenarbeit im Rahmen des Praxissemesters, im Bereich der unterrichtsbezogenen Ausbildung („Micro-Teaching“) und auch in einem Forschungsvorhaben zur Lehrerstimme, das in enger Kooperation  mit dem Zentrum für Musikermedizin durchgeführt wurde – einer gemeinsamen Forschungseinrichtung von Universität und Musikhochschule.

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Kooperationspartner Kultusministerium

Für das Kultusministerium (KuMi) sind die Seminare, so auch das Seminar Freiburg, alltäglicher Ansprechpartner in pädagogischen und didaktischen Fragen. Hier fungieren die Seminare als didaktische Zentren im Sinne eines Transmissionsriemens zwischen Politik, oberster Landesverwaltung und Ausbildungs- bzw. Schulpraxis. In mehreren jährlichen Dienstbesprechungen im Ministerium (z.T. auch zusammen mit den Ansprechpartnern aus den Regierungspräsidien) werden Entwicklungslinien der Bildungspolitik besprochen und in ihrer Wirkung auf die Lehrerausbildung eingeschätzt. Daneben gibt es eine Vielzahl von Kontakten zwischen den Seminaren und einzelnen Referaten im Kultusministerium. Daraus entstehen konkrete Aufträge für alle Seminare oder für einzelne von ihnen. Zudem stellen die Seminare ihre speziellen Erfahrungen in Arbeitsgruppen, in Kommissionen und bei der Entwicklung von Bildungsplänen zur Verfügung. Lehrende der Seminare werden in besonderer Weise bei der schulpraktischen Umsetzung von Innovationen herbeigezogen.

  • Referate: Hauptkooperationspartner für die Seminare ist im KuMi das Referat 23, zuständig für Lehrerausbildung und Lehrerfortbildung. Arbeitsgruppen bzw. konzeptionelle Entwicklungsaufträge bezogen sich hier in jüngerer Zeit auf Themen wie die Fortentwicklung von Prüfungsformaten und von Ausbildungsstrukturen, aber auch auf die Möglichkeit inklusiver Settings in Schule und Unterricht oder auf die verstärkte Berücksichtigung einer gezielten Förderung der Lehrerpersönlichkeit (Einstellungen und Haltungen).

  • Politische Entscheidungsträger: Für politische Entscheidungsträger sind die Seminare wichtige Informationsquelle und Austauschpartner. Das zeigen zum Beispiel die Rückfragen des KuMi ebenso wie die Anfragen von Landtagsabgeordneten bzw. Fraktionen wie auch die Besuche einzelner Abgeordneter im Seminar.

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Kooperationspartner andere Seminare

Regelmäßige landesweite Zusammenkünfte der Leitungen der Gymnasialseminare wie auch der Dozenten bzw. ihrer Fachschaften dienen der Kontrolle der eigenen Standards ebenso wie der Umsetzung des Innovationsauftrags an die Seminare als didaktische Zentren. Dazu gehören Austausch und Wissenstransfer zwischen den unterschiedlichen Spezialisierungen (vgl. Seminarprofile, in Freiburg „Herausbildung der Lehrerpersönlichkeit“) wie auch abgestimmte Stellungnahmen und Einwirkung bei Entwicklungen bildungspolitischer Konzeptionen.

Das KuMi fordert und fördert zurzeit die Bildung schulartübergreifender regionaler Seminarverbünde, was den Kreis der potentiellen Kooperationspartner noch einmal deutlich erhöht und den didaktischen Horizont erweitern helfen kann.

Sowohl auf Fächerebene wie auf der Ebene des Gesamtseminars bestehen zahlreiche Austausche mit Seminaren anderer Bundesländer, sei es zu Fragen der Fachdidaktik oder zu allgemein seminardidaktischen Fragen. Im Zusammenhang mit dem Seminarprofil „Herausbildung der Lehrerpersönlichkeit“ wurden am Seminar Freiburg in den letzen Jahren vielfältige Erfahrungen gesammelt, Arbeitsweisen und -formate entwickelt. Dieses seminarspezifische Wissen wurde und wird verstärkt von Seminaren (auch anderer Schularten) angefragt und weitergegeben.

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Kooperationspartner Verbände

Wichtige Kooperationspartner des Seminars Freiburg als „Didaktisches Zentrum“ sind die Lehrerverbände. Die Zusammenarbeit konkretisiert sich in Freiburg zum Beispiel darin, dass Seminardozenten Referententätigkeiten bei Verbandsveranstaltungen übernehmen und den verbandsinternen Diskurs mit gestalten. Im Gegenzug profitieren die Referendare von diesen Veranstaltungen, aber z.B. konkret auch von Crash-Kursen samt Materialsammlungen zum Thema Schulrecht oder von der Unterstützung von Fachexkursionen.

Ein besonders wichtiger Verband für didaktische Fragen ist der BAK (Bundesarbeitskreis der Seminar- und Fachleiter/innen e.V.). Er veranstaltet u.a. all jährlich einen Bundeskongress zu einem Aspekt des aktuellen seminardidaktischen Diskurses, dessen Ergebnisse sich u.a. in einer Fachzeitschrift niederschlagen („Seminar“). Dozenten des Seminars Freiburg sind hier regelmäßig in großer Zahl als Kongressteilnehmer und –referenten beteiligt, die Fachzeitschrift „Seminar“ wird von einem Freiburger Dozentenkollegen mit herausgegeben. Damit ist sichergestellt, dass das Seminar als Didaktisches Zentrum sowohl auf dem Fundament einschlägiger wissenschaftlicher Entwicklungen handelt als auch in Kenntnis von Entwicklungen und Problemlösungen in anderen Bundesländern.

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Weitere Kooperationspartner

Das Seminar Freiburg wirkt als Didaktisches Zentrum in vielfältiger Weise auf über die in den Waben beschriebenen Kooperationspartner hinaus, was hier nur exemplarisch skizziert werden kann.

  • Dazu gehören zum Beispiel diverse Einzelveröffentlichungen von Seminardozenten in Fachpresse und Wissenschaft, viele Dozenten sind zudem als Schulbuchautoren tätig.

  • In einem Comenius Projekt mit europäischen Partnern zu "Common Constitution and Language Learning" wurde unlängst europaweit ein fächerübergreifender didaktischer Ansatz zur Kombination von inhaltlich politischem und fremdsprachlichem Lernen entwickelt bzw. erprobt (CLIL-Ansatz = Content Language integrated Learning).

  • Insbesondere zu den Themen „Lehrerpersönlichkeit und Ausbildung“ oder „Lehrergesundheit“ kommen immer wieder Anfragen an Dozenten des Seminars von Seminaren und Bildungseinrichtungen anderer Bundesländer (Niedersachen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Berlin) oder Einladungen zu Kongressen, die im Rahmen der Möglichkeiten berücksichtigt werden. Ein engerer Kontakt entstand so zum Seminar Paderborn, darüber hinaus über ein Video-Projekt mit Ausbildern in Nordrhein-Westfalen, Niedersachen und dem Oberstufenkolleg Bielefeld.

  • Ein Arbeitsfeld ist zurzeit auch die Mitwirkung bei schul- und seminarübergreifenden Projekten im Bereich von Umwelterziehung / Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Hier ergaben sich u.a. Kooperationen mit der „Bildungsregion Freiburg“ im Bereich ihrer außerschulischen Bildungsangebote.

  • Ein weiteres Kooperationsfeld sind die „Freiburger Forschungsräume“. Sie stellen ein Konzept zum forschenden und entdeckenden Lernen von Kindern und Heranwachsenden vom Elementarbereich bis in die Sekundarstufe II dar. Das Besondere an diesem Konzept ist, dass sich Pädagoginnen und Pädagogen aus Kitas, Grundschulen, weiterführenden Schulen und außerschulischen Lernorten mit einem aus der Zusammenarbeit heraus entwickelten Qualifizierungskonzept gemeinsam auf den Weg hin zu einer veränderten Haltung machen. Das Ziel ist, die Kinder in ihren eigenen Bildungswegen zu unterstützen und zu begleiten und sie zu ermutigen, ihren Fragen und ihrer Forschungsneugier zu folgen. Das Gesamtkonzept der „Freiburger Forschungsräume“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Amt für Schule und Bildung, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie, der Initiative LEIF, dem Staatlichen Schulamt und dem Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) entwickelt und wird von der Stadt Freiburg finanziert. Die Qualifizierung wird in jährlich startenden „Einsteingruppen“ von dem Fortbildungsanbieter BAGAGE e.V. durchgeführt.



Für Rückfragen und Hinweise wenden Sie sich bitte an die Poststelle poststelle@seminar-gymsos-fr.kv.bwl.de

Stand Sept. 2016

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