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Orientierungsplan

Information zum Orientierungsplan für Bildung und Erziehung in baden-württembergischen Kindergärten und weiteren Kindertageseinrichtungen

Der weiterentwickelte Orientierungsplan wurde im Sommer 2009 in der Liederhalle in Stuttgart präsentiert. Nach intensiven Verhandlungen im Herbst 2009 hatten sich Land und kommunale Landesverbände in einer politischen Übereinkunft am 24. November 2009 auf eine Personalschlüsselerhöhung und auf Mittel für die Qualifizierung von Personal in Kindertageseinrichtungen geeinigt.

Nachdem der Landtag das Kindertagesbetreuungsgesetz geändert hatte, hat das Kultusministerium Ende 2010 eine Verordnung zum Mindestpersonalschlüssel und zur Qualifizierung erlassen.

Der weiterentwickelte Orientierungsplan wurde insbesondere im Kapitel „Festlegungen und Freiräume“ angepasst und es wurden Passagen aufgenommen, die von fachlicher Seite in der Zwischenzeit gewünscht wurden:

  • Geschlechtersensible Erziehung und Bildung (Stärkung des Gender-Aspekts)
  • Ergänzungen zur Sprachentwicklung
  • Ausführungen zum Datenschutz

In der vorliegenden Fassung des Orientierungsplans vom 15. März 2011, bei der u.a. die kommunalen Landesverbände, die Kirchen und sonstigen freien Trägerverbände sowie der Kommunalverband für Jugend und Soziales beteiligt waren, ist unter „Festlegungen und Freiräume“ Folgendes ausgeführt:

„Die Zielformulierungen aller Bildungs- und Entwicklungsfelder sowie die übergreifenden Ziele haben für die Einrichtungen und die Träger verbindlichen Charakter. Entsprechend den Prinzipien von Pluralität, Trägerautonomie und Konzeptionsvielfalt steht es in der Verantwortung der Träger und Einrichtungen, wie diese Ziele im pädagogischen Alltag erreicht werden.

Es liegt in der Verantwortung der Träger und Einrichtungen, geeignete Beobachtungsverfahren einzusetzen, die Beobachtungen in angemessener Weise zu dokumentieren und auf der Basis der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation regelmäßige Elterngespräche zu führen und sich über allgemeine Fragen zu dieser Thematik bei Elternveranstaltungen auszutauschen. Sollte der Kindergarten mit Zustimmung der Eltern eine schriftliche Entwicklungsdokumentation praktizieren wollen, sind die datenschutzrechtlichen Belange zu beachten.“

Eine Handreichung zum Datenschutz im Kindergarten wird derzeit entwickelt und wird den Kindertageseinrichtungen bis Sommer 2011 zur Verfügung gestellt.

Anders als die Bildungspläne der Schulen ist der Orientierungsplan nicht verbindlich. Ein verbindlicher Orientierungsplan setzt eine weitere Übereinkunft zwischen Land und kommunalen Landesverbänden voraus.

Im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung ist festgehalten, dass der Orientierungsplan verbindlich eingeführt wird (S.4). In einem Pakt mit den Kommunen (S.3) soll es hierzu zu Vereinbarungen kommen. Ein Zeitplan wird in diesem Zusammenhang noch festgelegt.

Hinweis: Den Orientierungsplan in der Fassung vom 15.03.2011 finden Sie in einer PDF-Version im Bereich:
Material Orientierungsplan

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