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Konzeption der Kompaktphase

 

In der Kompaktphase werden  zentrale Intentionen der ganzheitlichen Lehrerbildung für die Referendare gleich zu Beginn ihrer Ausbildung in der Umsetzung erfahrbar:

Die Referendarinnen und Referendare erleben den Beginn ihrer Ausbildung häufig als Umbruchs- und intensive Lernsituation (Änderung der äußeren Lebenssituation, vielfältige Umstellungen, Umgang mit neuen Rollen und Erwartungen...). Deshalb bietet sich die Einstiegssituation an, Lernen als zentralen Vorgang für Unterricht und Persönlichkeitsbildung in der Vielfalt zu erleben und reflexiv zu einem ganzheitlichen Lernbegriff zu verarbeiten. Dazu dient das Projekt „Basilika“:

 

Das Projekt „Basilika“

Das Kloster Weingarten mit seiner alles überragenden Barock-Basilika ist prägend für die ganze Region Oberschwaben. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Seminar und bietet daher einen idealen Bezugspunkt für alle Lehrerinnen und Lehrer in Ausbildung, die neu an das Seminar Weingarten kommen.

Das Projekt "Basilika" beginnt am Dienstagmorgen mit einer Führung durch die Kirche incl. Orgelvorspiel und Besichtigung der Gabler-Orgel. Im Anschluss daran erhalten die Referendar/innen den Arbeitsauftrag "Entdecken Sie die Basilika mit Kopf, Herz und Hand" und haben die Aufgabe, innerhalb von zwei Halbtagen eine Präsentation vorzubereiten, die am Donnerstagabend im Plenum (Referendare und Fachleiter/Lehrbeauftragte) vorgeführt werden soll. Bei der Gestaltung der Präsentationen sind die Gruppen völlig frei. Sie haben Gelegenheit, selbständig vor Ort zu recherchieren und ihre Eindrücke von der Basilika ganzheitlich zu verarbeiten (z.B. Baukunst; Barockmusik und Tänze; Ton-/Textcollagen zur Barocklyrik; Szenisches Spiel zur Alltagsfrömmigkeit damals und heute; Quiz zum Kloster Weingarten etc.)

Das Projekt "Basilika"

  • führt zur Begegnung mit einem komplexen, fachfremden Gegenstandbereich
  • erfordert die Organisation und Durchführung eines offenen Arbeitsauftrages in Teams
  • induziert den Rollenwechsel vom Experten im Fach (habitualisiertes akademisches Denken und Sprechen) zum fachfremd Lernenden als Anstoß zur Einfühlung in die Schülerperspektive
  • vermittelt als Konzept:
  • fachübergreifendes
  • erfahrungsbezogenes
  • handlungsbezogenes Lernen
  • selbständiges Lernen durch Selbstorganisation
  • Lernen durch aktive Aneignung

 

Der externe Lernort (Kloster Heiligkreuztal)

Am Donnerstag und Freitag der ersten Kompaktwoche finden die Seminarveranstaltungen an einem externen Lernort (Kloster Heiligkreuztal bei Riedlingen) statt, um neben der intensiven Auswertung der ganzheitlichen Lernerfahrung im Projekt „Basilika“ auch Gelegenheit für einen intensiven Gruppenbildungsprozess zu geben. Auch die Fachleiter/innen und Lehrbeauftragten sind eingeladen, nach Möglichkeit im Kloster zu übernachten und bei der Projektpräsentation am Abend dabei zu sein (siehe Programm „Heiligkreuztal“).

vermittelt die Erfahrung von:

  • Gruppenbildung und Integration
  • Kooperation und sozialem Lernen
  • Emotionalität und Geselligkeit
  • der Bedeutung der Lernumgebung und –atmosphäre
  •  macht ganzheitliches Lernen erlebbar: kognitiv (Erarbeitung eines ganzheitlichen Lernbegriffes), affektiv-emotional (Gruppengefühl, Geselligkeit, Humor...), volitional-motorisch (Präsentation der Ergebnisse des Projekt „Basilika“, Modellbau)
  • ermöglicht die Verbindung verschiedener Lernebenen: fachliches, methodisch-strategisches, soziales und personales / biografisches Lernen

 

 

 

 

Verzahnung von Pädagogik / Psychologie mit dem Methodentraining und den Fachdidaktiken

erfolgt durch ein Rahmenthema, unter dem jeweils eine Woche steht:

1. Woche:       „ganzheitliches Lernen“

2. Woche:       „Lehrer“ (Lehrerrolle, Lehrerpersönlichkeit)

3. Woche:       „Schüler (Entwicklungssituation, Entwicklungsaufgaben

Dadurch begegnen die Referendare fächerverbindendem Denken und Planen und erfahren kollegiale Absprache und Kooperation.

 

 

 

Künstlerisch-kreative Übungen

(in den Veranstaltungen: Selbstdarstellung, Theater, Gestalten in Farbe) schaffen Lernsituationen Professionalisierung und geben Impulse zur

  • Verbesserung kommunikativer Fähigkeiten
  • zur Entfaltung von Offenheit, Kreativität und Improvisation
  • Entdeckung von Schwächen / Defiziten und von Fähigkeiten / Potentialen
  • zur Auseinandersetzung mit der Lehrerpersönlichkeit

Entdeckung künstlerischer Tätigkeit als Ausgleich und Kraftquelle

 

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