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Portfolioarbeit in der Ausbildung - Eine Dokumentation von Qualifikationen, Leistungen, Überlegungen und Reflexionen im Vorbereitungsdienst

Die Lehreranwärter/innen bringen in den Vorbereitungsdienst eine Vielzahl von Kompetenzen mit, die bereits durch das Studium oder andere Tätigkeiten erworben wurden.
Während der 18-monatigen Ausbildung am Seminar sollen diese Erfahrungen und Fähigkeiten in Schule und Seminar eingebracht und weiterentwickelt werden. Da-bei werden auch Lernfelder sichtbar, die neu sind oder in denen noch geringe Ein-sichten vorliegen.
In diesem Zusammenhang stellt die Arbeit mit einem Portfolio ein wertvolles Unter-stützungsinstrument des individuellen Lernens dar. Darüber hinaus ist es ein geeig-netes Hilfsmittel, mit dem das berufliche Potential sichtbar gemacht werden kann. Insofern dient das Portfolio der „Spurensicherung“.
Die schriftliche Darstellung dient zur vertieften Reflexion und hilft Gedanken zu ord-nen, sie ermöglicht ausgewählte Inhalte zu beschreiben und daraus Konsequenzen für die weitere pädagogische und fachdidaktische Arbeit abzuleiten.
Außerdem führt die Arbeit mit einem Portfolio zu einer stärkeren Vernetzung von Schule und Seminar, aber auch zu einer Intensivierung der in regelmäßigen Ab-ständen stattfindenden Ausbildungsgespräche.
Zudem können Teile des Portfolios ein wertvolles und aussagekräftiges Element bei Bewerbungen auf schulbezogene Stellenausschreibungen sein.
Somit entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Dokumentation des beruflichen Wer-deganges und damit entsteht eine Grundlage für ein dauerhaftes, berufsbeglei-tendes Portfolio.

Selbstverständlich hat das Portfolio eine jeweils individuelle Ausprägung. Trotzdem sind für ein strukturiertes Portfolio am Seminar Sindelfingen die im Kapitel „Inhaltliche Aspekte“ aufgeführten vier Bereiche verbindlich festgelegt.

Layout

Name (mit Adresse, Telefon, E-Mail), Kurs, Fächer, Ausbilder/innen am Seminar, Schule (Schuladresse, Schulleitung, Mentor), Inhaltsübersicht

 

Inhaltliche Aspekte

1. Dokumentation des bis zu Beginn des Vorbereitungsdienstes erworbenen Profils

  • z. B. in Praktika, in einer Berufsausbildung, in der 1. Phase

 

2. Dokumentation individuellen Lernens

Portfolioaufträge des Seminars zu verschiedenen berufsrelevanten Bereichen, z. B.:

  • Mein pädagogisches Leitbild: Welche pädagogischen Grundsätze und Konzepte sind für mich handlungsleitend?
  • Das eigene Kommunikationsverhalten reflektieren.
  • Eigene Bilanz von mir als Lehrer/in zu Beginn und zum Ende des Referendariats.


3. Dokumentation des an der Schule erworbenen Profils

  • Darstellung des Lehrauftrags im eigenverantwortlichen Unterrichts (Fach/Fächerverbund, Klasse, Stundenzahl)

  • Besondere Aufträge/Aktivitäten an der Schule:

    z.B. Klassenlehrerfunktion - Unterricht in nicht studierten Fächern - Durchführung von AGs und Projekten - Vorbereitung und Durchführung von Aufführungen - Teilnahme an Schulland-heimen und Lerngängen - Vertiefter Umgang mit neuen Medien (ITG) - Kontakte zu außer-schulischen Einrichtungen - Mitarbeit in der Schulentwicklung - Durchführung einer Evaluationsmaßnahme - Mitarbeit in der SMV oder Schülerzeitung - Ganztagesbetreuung - Teilnahme an der Hauptschulabschlussprüfung - Mitgestaltung von päd. Tagen …
  • Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit:

    z.B. Umgang mit Unterrichtsstörungen/Konflikten - Darstellung einer gelungenen Konfliktlösung oder einer Lernberatung - Elternarbeit - Förderung überfachlicher Kompetenzen (z. B. Methodenkompetenz, soziales Kompetenztraining) - Gestaltung des Schullebens - Durch-führung erlebnispädagogischer Elemente …

  • Schwerpunkte der fachdidaktischen Arbeit:

    z.B. Unterrichtsbeispiele aus den Fächern/Fächerverbünden mit abschließender kurzer Reflexion – Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen (Erstellung und Auswertung von Klassenarbeiten, eines Lerntagebuchs, eines Portfolios) - Diagnostische Überprüfung - Förderkonzepte für einzelne Schüler/innen – Erprobung fachspezifischer Arbeitsweisen und Unterrichtsprinzipien - Erfahrungen in den Fächerverbünden – Dokumentation einer Aufführung …



4. Dokumentation des am Seminar erworbenen Profils

  • Besuchte Angebote:
    z.B. Zusammenstellung der besuchten Wahlmodule, Zertifikate über Zusatzqualifikationen (z. B. in Englisch, Neue Medien)

  • Im Seminar übernommene Aufgaben:
    z.B. Gruppensprecherin - Mitgestaltung von Festen und Feiern - Organisation von Exkursionen …

  • Im Seminar gezeigtes Expertentum:
    z. B. Referate – Präsentationen – Kurzvorstellungen...

 

Zeitliche Struktur für die Arbeit mit dem Portfolio

  • Einführungswoche: Einführung in das Portfolio; Klärung von Zielsetzungen und Verfahren.
  • Vor Durchführung des ersten Ausbildungsgesprächs legen die Lehreranwär-ter/innen dem Pädagogiklehrbeauftragten ihr Portfolio vor.
  • Erneute Vorlage des Portfolios vor dem Ausbildungsgespräch im November bzw. Dezember.
  • Bei schulbezogenen Stellenausschreibungen können Teile des Portfolios zu einem Bewerbungsportfolio zusammengestellt werden.
  • Bei dem auf Wunsch zum Ende der Ausbildung stattfindenden Bilanzgespräch legen die Lehreranwärter/innen ihr Portfolio mit einer abschließenden Reflexion vor.

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