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Ausbildungsstandards der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung
(Grundschulen, Werkrealschulen und Hauptschulen)

Evangelische Religionslehre

Leitideen / Leitgedanken

Die Ausbildung im Fach Evangelische Religionslehre an den Seminaren fördert und unterstützt die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter beim Erwerb fachdidaktischer Kenntnisse und Fertigkeiten und gibt Raum für die Entwicklung einer eigenen reflektierten religionspädagogischen Position.

Die Ausbildung begleitet die Entwicklung der religiösen Identität sowie der theologischen Urteilsfähigkeit der Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter. Sie fördert die Herausbildung ethisch - moralischer Positionen.

Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter werden befähigt, den Erwerb der im Bildungs-plan genannten Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern zu fördern

Die Ausbildung orientiert sich am Evangelium von Jesus Christus und geschieht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg.

Kompetenzen

Die Lehreranwärterinnen und  Lehreranwärter…

Themen und Inhalte

… können ihre eigene religionspädagogische Konzeption darlegen.

… kennen die Begründungszusammenhänge des Religionsunterrichts als ordentliches Lehrfach und können diese argumentativ vertreten.

… kennen die Intention und Konzeption des Bildungsplans und legen diese dem eigenen religionspädagogischen Handeln zugrunde.

  • Gesetzliche und bildungstheoretische Grundlagen
  • Religionsunterricht im Spannungsfeld zwischen Kirche und Staat
  • Religionspädagogische Konzeptionen
  • Bildungsplan

… können Beiträge religiöser und ethischer Bildung als Teil allgemeiner Bildung in die Schulentwicklung und in das Schulcurriculum einbringen.

  • Kooperation mit anderen Fächern und Fächerverbünden (z.B. Projekte, außerschulische Lernorte, konfessionelle Kooperation, Elternarbeit, Schulgottesdienste, Schulseelsorge)

… können die eigene Rolle als Religionslehrerin und Religionslehrer klären und berufs- und fachbezogen reflektieren.

… setzen sich mit ihrer eigenen Spiritualität im Bezug auf ihren Auftrag auseinander.

  • Eigene religiöse Sozialisation
  • Selbstverständnis als Religionslehrerin und Religionslehrer
  • Wertvorstellungen

… nehmen die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und deren Religiosität differenziert wahr und gehen wertschätzend damit um.

  • Kinder- und Jugendkulturen
  • Religiöse Sozialisation in Familie und Gemeinde
  • Entwicklung des Gottesbildes
  • Säkularisierung und Pluralisierung

… kennen Ausdrucksformen religiösen Lebens, fördern die religiöse Sprachfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und eröffnen Räume für deren eigenes Erleben.

  • z.B. Sakramente, Rituale, Ritus, Feste und Feiern im Kirchenjahr, Stille, meditative Elemente, Gebet, Andacht, Musik, Tanz
  • Gottesdienst

… können theologische Aussagen biblischer Texte mit exegetischen Methoden erarbeiten und den Einsatz dieser Texte didaktisch begründen.

  • Ansätze / Konzeptionen der Bibeldidaktik, z.B. Elementarisierung, Korrelation

… können mit elementaren Fragen des Glaubens theologisch angemessen umgehen.

  • Theologisieren mit Kindern

… können Religionsunterricht situations- und schülerorientiert planen, fachdidaktisch begründen, durchführen und evaluieren.

… können Unterrichtspraxis fachdidaktisch reflektieren und diskutieren.

… kennen Formen der Lernstandsdiagnose und Methoden der Leistungsmessung.

  • (Zwei-)Jahrespläne, Planung von Lernsequenzen
  • Grundzüge der Erzähl- und Bilddidaktik, Mediendidaktik, Symboldidaktik




     
  • Leistungsbewertung
  • Formen der Evaluation

… kennen Kooperationspartner des Religionsunterrichts und nutzen Unterstützungssysteme.

  • Außerschulische Kooperationspartner (z.B. Kirchengemeinde, Diakonie, Caritas)
  • Schuldekane, Fortbildung, Medienstellen, Kirchenleitungen, Religionspädagogisches Institut der Evang. Landeskirche in Baden (RPI), Pädagogisch - Theologisches Zentrum Evang. Landeskirche in Württemberg (PTZ), Institut für Religionspädagogik Erzdiözese Freiburg (IRP)

… kennen und praktizieren Formen der konfessionellen Zusammenarbeit.

  • Konzepte der konfessionellen Kooperation
  • Unterricht in konfessionell - kooperativer Form (Vereinbarung der Kirchen vom 1. März 2005)

… können mit Offenheit und Respekt in den Dialog mit anderen Religionen treten.

  • Identität und Verständigung
  • Interreligiöses Lernen

Vertiefung und Schwerpunktsetzungen im Sinne des entsprechenden Seminarcurriculums.

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