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Zuweisung an das Seminar Freiburg und Verteilung an die einzelnen Ausbildungsschulen

Zur Zuweisung im Referendariat Januar 2015

Wir bitten Sie freundlich um Nachsicht, wenn die folgenden Ausführungen etwas „knackig“ formuliert sind. Bei erneut 250 zu erwartenden Referendaren, aber ca. 600 Interessenten nach Freiburg müssen wir unsere Arbeitsfähigkeit erhalten. Dies gilt auch für Ihre Ansprechpartnerinnen und -partner im Regierungspräsidium.

Zuweisung an den Seminareinzugsbereich Freiburg

Landesweit gibt es 9 Gymnasial-Seminare mit sehr unterschiedlichen Aufnahmekapazitäten. Bei der Bewerbung um eine Zulassung zum Referendariat können Bewerbende 4 Wunschseminare angeben. Ob sie dem gewünschten Seminarstandort tatsächlich zugewiesen werden (das erfährt die jeweilige Seminarleitung erst ab September), das hängt entscheidend von Sozialpunkten ab, weil es einzelne Seminarstandorte gibt, die deutlich stärker nachgefragt sind. Zu der Sozialpunkteregelung grundsätzlich erfahren Sie etwas bei Ihrer Anmeldung über das Regierungspräsidium (NEU: Achten Sie bitte auf das Ende dieses Textes)

Wer nicht auf der Zuweisungsliste für ein Seminar steht, hat nur eine Chance, dort noch aufgenommen zu werden, wenn sich nach dem Anmeldetermin 15. Juni noch wirklich sozialpunktrelevante Änderungen eingestellt haben (z.B.Schwangerschaft).

Generell geht das Ministerium bei der Verteilung auf die Seminarstandorte von einer ca. 20%-igen Rücktrittsquote je Seminar aus. Es gibt aber Seminare, bei denen die Rücktrittsquote realiter oft nur maximal 10% beträgt – wie z.B. in Freiburg. Insofern gibt es – gerade in Freiburg – durch Rücktritte keine freien Plätze (und erst recht werden keine Wartelisten geführt), weil eine deutliche Anzahl von Rücktritten systembedingt erst einmal notwendig ist, um überhaupt auszubilden zu können. Im Klartext heißt dies, dass bei 250 Referendaren erst ca.50 Referendare zurückgetreten sein müssen, bevor ein einziger neuer Interessent aufgenommen werden kann. Dies erklärt die größte Unwahrscheinlichkeit eines Wechsels nach Freiburg aus rein privaten Gründen.

Da sich in Freiburg meist viel zu viele bewerben, beträgt die Wahrscheinlichkeit, an das Seminar Freiburg zu kommen, maximal 50%. Bedenken Sie also bitte: Alle relevanten Informationen für eine Zuweisung müssen dem zuständigen RP bis zum 15. Juni mitgeteilt worden sein. Dort werden dann die Sozialpunkte verteilt, nicht am Seminar. Es hat von daher auch keinen Sinn, wegen z.B. eines zu pflegenden Angehörigen nach der Zuweisung noch einmal Kontakt mit dem Seminarleiter aufzunehmen. Diese Fälle werden an das zuständige RP zurückgegeben. Wurden dort bereits keine Sozialpunkte zugesprochen, so bleibt es auch später dabei. Eigentumswohnungen begründen keine bestimmte Seminarzuweisung; ebenso die Pflege oder Haltung von Tieren etc. Dies gilt auch für eine Vereinstätigkeit.

Mit der Zuweisung an ein Seminar sind die Sozialpunktansprüche erfüllt, d.h. wer dem Seminar Freiburg zugewiesen wurde, der muss im Einzugsbereich der Schulen des Seminars mit allen Standorten rechnen - dies gilt auch für Verheiratete. Wer vor dem Beginn des Referendariats aus persönlichen Gründen einen Umzug vornimmt, kann daraus später keinen Anspruch auf eine wohnortnahe Schule ableiten. Wer an eine Schule in der Peripherie eingesetzt werden soll, kann nicht damit rechnen, dass diese Entscheidung geändert wird, nur weil es ggf. eine private Belastung darstellt. Entsprechende Anträge sind somit zwecklos.

Wenn trotz aller benannten Einschränkungen ein Wechsel eines zugewiesenen Seminarstandortes angestrebt wird, so geht dies nur unter sehr engen Bedingungen: Er muss grundsätzlich bei dem Seminar beantragt werden, dem man tatsächlich zugewiesen wurde. Bei einer Antwort auf einen solchen Antrag muss mit einer Bearbeitungszeit von 4 Wochen gerechnet werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, sich darauf einzustellen, dass der Wechsel nicht gelingen kann.

Im Übrigen lehnt es die Seminarleitung ab, seminarstandortübergreifend auszubilden (also z.B. ev. Religion in Freiburg, der Rest in Rottweil o.ä.). Die damit verbundenen dienstlichen Belastungen für Verwaltung und betreffende Fachleiter stehen in den allermeisten Fällen in keinem Verhältnis zu den rein persönlichen Interessen dessen, der dies so möchte.

Verteilung auf die Schulen

Es soll keine Bewerbung von künftigen Referendaren direkt an den Schulen geben. Nur so kann der Ballungsraum Freiburg geschützt werden, und die Kinder im peripheren Einzugsgebiet des Seminars haben auch einen Anspruch auf eine solide Lehrerversorgung. Der Seminarleiter muss zudem aus den verschiedensten dienstlichen Gründen freie Hand für die Zuweisung an Ausbildungsschulen haben. Es gibt allenfalls Bitten einzelner Schulleitungen, aus dienstlichen Gründen bestimmte Zuweisungen vorzunehmen. Dies geschieht immer unter dem Vorbehalt, dass eine Person dem Seminar Freiburg auch zugewiesen wurde. Es kann vom Seminarleiter niemand aus anderen Seminaren angefordert werden, der Freiburg nicht zugewiesen wurde.

Wenn Sie sich trotz allem von einer Schulleitung sollten anfordern lassen, so sehen Sie dies bitte nicht als Garantie, auch an diese Schule zu kommen. Sollten Sie aus taktischer Absicht Ihrerseits von mehreren Schulen gleichzeitig angefordert werden, so ist damit die Gewähr gegeben, dass Sie an keine dieser (oft drei und mehr) Schulen kommen werden, um als Seminarleiter einzelnen Schulen keine Ungleichbehandlung zuteil werden zu lassen.

Selbst nach der ersten Schul-Zuweisung kann es in Einzelfällen aus dienstlichen Gründen noch zu einer Änderung der Zuweisung bis in den Dezember hinein kommen. Eine 90-minütige Anfahrt pro Strecke zu einem Arbeitsplatz wird auch im allgemeinen beruflichen Bereich als zumutbar angesehen. Es ist der Seminarleitung sehr wohl bewusst, dass es bei diesen Anfahrten zu Unterschieden der Belastung innerhalb der gesamten Referendargruppe kommen kann. Wer über kein Auto verfügt, kann daraus keine besondere Zuweisung ableiten. Meist gibt es umfangreiche Fahrgemeinschaften etc.

Ihre Schulzuweisung erfahren Sie mit dem offiziellen Anschreiben des Regierungspräsidiums.Dies ist landeseinheitlich festgelegt und erfolgt nicht vor Anfang November. Voranrufe im Regierungspräsidium oder im Seminar sind zwecklos.

Bei allem, was im Einzelfall vorgetragen wird, bedenken Sie bitte:

Es gibt keine Sonderlebensform des Öffentlichen Dienstes. Es herrscht immer wieder die irrige Vorstellung vor, dass sich im Lehrerberuf der Arbeitgeber in besonderer Weise den privaten Belangen anzunehmen habe; z.T. noch verbunden mit dem Hinweis, dass doch schließlich Lehrer gesucht würden. Letzteres ist aber schon länger nicht mehr der Fall.

Am Seminar Freiburg gehen wir davon aus, dass eine akademische Berufstätigkeit wie das Referendariat den gleichen Bedingungen unterliegt, wie es in Betrieben und Unternehmen der freien Wirtschaft üblich ist. Die Austarierung der klaren und von uns primär gesetzten beruflichen Anforderungen mit den privaten Interessen fällt in die individuelle Verantwortung, nicht in die des Arbeitgebers oder Ausbildungsleiters.

Wir sehen dies auch deshalb so, weil beim Beruf des Gymnasiallehrers von vornherein klar sein muss, dass an der Schule die körperliche Präsenz nicht erst um 9:00 beginnt und um 13:00 endet. Ihre berufliche Tätigkeit im Referendariat und nach der Einstellung verlangt regelmäßig Ihre ganztägige berufliche Anwesenheit samt Abendveranstaltungen sowie die auch kurzfristige zusätzliche Terminierung von Veranstaltungen. Wir bemühen uns um eine möglichst frühzeitige Information alle für Sie wichtigen Termine (in der Regel bis zum 15.12. eines Jahres); dennoch kann eine Verschiebung derselben möglich sein.

Alles dies schließt nicht aus, dass wir in wirklich begründeten einzelnen Notfällen alles zu tun bereit sind. Ein solcher Notfall erklärt sich aber z.B. nicht aus der Öffnungszeit eines Kindesgartens, einer Fernbeziehung, eines intensiv Verheiratetseins, besonderer sportlicher Interessen, einer bereits 25-jährigen Lebenszeit in Freiburg o.ä.

Hinzuweisen wäre noch auf eine besondere Situation: Wer aus einem anderen Bundesland mit seiner Familie nach Freiburg kommen möchte – wobei aktuell kein Familienmitglied in Freiburg gemeldet ist -, der wird nicht im Verheiratetenstatus behandelt (7 Sozialpunkte), weil es ja nicht um die Familienzusammenführung geht.

Sollten Sie im Seminarbereich Freiburg einer Schule zugewiesen worden sein, an der Sie auch Abitur gemacht haben, so haben Sie die Möglichkeit, den Seminarleiter innerhalb einer Woche um eine Umsetzung zu bitten.

Seminarstundenplan

Bitte sehen Sie davon ab, im Seminar anzurufen und nachzufragen, wann welche Veranstaltungen liegen.
Gehen Sie in Freiburg bitte grundsätzlich davon aus, dass Sie am Montag und Dienstag im Seminar gebunden sind. Dies schließt einzelne Termine an anderen Tagen nicht aus.
Da das Seminar die endgültige Zuweisungsliste erst Ende Oktober bekommt, können wir nicht vor Anfang Dezember den exakten und detaillierten Kurs- und Veranstaltungsplan herausgeben. Der Kurs- und Veranstaltungsplan wird auf der seminarinternen Seite (Referendare) unter „Kurs 2015 - 2016“ eingestellt. Ist er dort für Sie noch nicht zu lesen, so ist er auch noch nicht fertig gestellt. Den Zugang zu den seminarinternen Seiten erhalten Sie ca. Mitte Dezember.

aktualisiert: 14.01.2016

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